Syriens Übergangspräsident Ahmed Al Sharaa.

Syriens Übergangspräsident Ahmed Al Sharaa. Foto: picture alliance / Sebastian Rau

Verwirrung um Merz‘ „80 Prozent”-Aussage: Syrischer Präsident legt nach

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80 Prozent der Syrer in Deutschland sollen zurückkehren – für diese Aussage erntete Kanzler Merz Kritik. Er konterte, die Zielmarke stamme vom syrischen Präsidenten. Der meldet sich nun zu Wort.

Bei einer Veranstaltung in London äußert sich Syriens Übergangspräsident zurückhaltend zur Rückkehr von syrischen Flüchtlingen in Deutschland. Die Moderation sprach Ahmed al-Scharaa darauf an, er habe gesagt, 80 Prozent der Syrer in Deutschland sollten in ihr Heimatland zurückkehren. Nach einer Übersetzung des Veranstalters Chatham House antwortete Ahmed al-Scharaa, die Aussage sei etwas übertrieben. Nicht er, sondern der Kanzler habe dies gesagt. Das arabische Original der Aussage lag zunächst nicht vor.

Syrien: Rückkehrer wichtig für Wiederaufbau

Al-Scharaa führte demnach weiter aus, die Rückkehr syrischer Flüchtlinge sei an den Wiederaufbau im Land gebunden. Es müssten ausreichend Arbeitsplätze geschaffen und ausländische Unternehmen angezogen werden. Die Rückkehr von Flüchtlingen müsse organisiert werden. Wenn die richtigen Umstände geschaffen seien, dann garantiere er, dass 80 Prozent der Menschen in ihr Land, nach Syrien, zurückkehrten, heißt es in der Übersetzung.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten am Montag im Kanzleramt als Zielmarke genannt, dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren sollten. Am Dienstag stellte der Kanzler klar: „Die Zahl von 80 Prozent Rückkehrern innerhalb von drei Jahren hat der syrische Präsident genannt. Wir haben diese Zahl zur Kenntnis genommen, sind uns aber der Dimension der Aufgabe bewusst.” (dpa/mp)

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