Reisende sitzen in Dubai fest. Mehrere Leute stützen sich auf ihre Koffer ab.

Flüge wurden gestrichen, viele Reisende sitzen an Flughäfen fest. Der Tourismuskonzern Dertour hat ein Krisenteam eingerichtet, das Gästen rund um die Uhr zur Verfügung steht. Foto: picture alliance/dpa/AP | Altaf Qadri

Umbuchen, Stornieren: Zweitgrößter Tourismuskonzern reagiert auf Krieg

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Seit Samstag greifen die USA und Israel den Iran an. Während Raketen fliegen, sitzen Reisende im Kriegsgebiet fest, so auch Gäste des Tourismuskonzerns Dertour. Wie der Konzern jetzt mit einer Krisen-Hotline und spontanen Hotelverlängerungen reagiert.

In Nahost herrscht Krieg. Viele Reisende sitzen deswegen fest. Der Touristikkonzern Dertour hat nach eigenen Angaben derzeit eine niedrige vierstellige Gästezahl in von Reisewarnungen betroffenen Nahost-Gebieten. Der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter nannte am Morgen die Länder Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, Oman, Jordanien, Israel und Kuwait. Zu Dertour gehören auch die Veranstalter ITS, Meiers Weltreisen und Clevertours. 

Dertour: Gäste werden vor Ort betreut

Wie lange die Luftraumsperrungen, die aufgrund des Krieges gelten, dauern würden, sei derzeit unklar. „Gäste, die aufgrund von Luftraumsperrungen vor Ort derzeit nicht nach Hause fliegen können oder auf einen Weiterflug warten, sind von uns informiert worden und werden vor Ort betreut“, hieß es in einer Mitteilung.

Eine Rauchwolke, verursacht durch einen iranischen Angriff, ist im Hintergrund zu sehen, während Flugzeuge der Emirates nach der Schließung des Flughafens auf dem Dubai International Airport geparkt sind. Altaf Qadri/AP/dpa
Eine Rauchwolke, verursacht durch einen iranischen Angriff, ist im Hintergrund zu sehen, während Flugzeuge der Emirates nach der Schließung des Flughafens auf dem Dubai International Airport geparkt sind.
Eine Rauchwolke in der Nähe des Dubai International Airport, verusacht durch einen iranischen Angriff.

Den Gästen stünden lokale Reiseleitungen als Ansprechpartner zur Verfügung. „Die Reiseleitungen werden die Hotelunterbringung entsprechend verlängern oder alternative Zimmer in anderen Hotels zur Verfügung stellen.“ Über neue Rückreisemöglichkeiten werde man schnellstmöglich informieren.

Krisen-Hotline für betroffene Reisende 

Das Unternehmen richtete eine Rund-um-die-Uhr Hotline für Gäste der Veranstalter Dertour, ITS, Meiers Weltreisen oder Clevertours ein. Dort gebe es Krisenteams, die gezielt für solche Situationen geschult worden seien, hieß es. 

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Den Reisenden in den betroffenen Gebieten empfehle man dringend, den Sicherheitshinweisen des Außenministeriums sowie den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen. „Wir werden unsere Gäste vor Ort über Rückreisen informieren, sobald diese wieder möglich sind, und werden unsere Gäste bei den Transfer-Fahrten begleiten.“ Die Teams vor Ort stünden dazu bereit. Für Gäste in Dubai und Abu Dhabi gebe es zudem ein spezielles Team, das die Gäste über eine Sonder-Hotline engmaschig persönlich betreue.

Wegen Nahost-Krieg: Dertour sagt Reisen ab

Bis einschließlich Donnerstag sagte Dertour alle Reisen in die genannten Länder mit einer Reisewarnung ab. Betroffene Gäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhielten alternativ den vollständigen Reisepreis zurück.

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Auch Reisende in anderen Regionen seien betroffen, berichtete das Unternehmen weiter. Für Transit-Reisende, die wegen der Flugstreichungen nicht wie geplant abreisen könnten, suche man nach alternativen Flugverbindungen. „In den Fällen, in denen wir keine neuen Flugverbindungen anbieten können, sind kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen möglich.“ Für Gäste mit Umstiegen in den Nahost-Drehkreuzen, deren Rückflug nach Deutschland gestrichen wurde, suche man ebenfalls nach Flugalternativen. (dpa/mp)

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