Raketen-Treibstoff für die Ukraine: Der dänische Wirtschaftsminister Morten Boedskov (M.), der Bürgermeister der Gemeinde Haderslev, Mads Skau (l.), und der Direktor von Fire Point in Dänemark, Vyacheslav Bondarchuk, beim ersten Spatenstich für die Fabrik.

Raketen-Treibstoff für die Ukraine: Der dänische Wirtschaftsminister Morten Boedskov (M.), der Bürgermeister der Gemeinde Haderslev, Mads Skau (l.), und der Direktor von Fire Point in Dänemark, Vyacheslav Bondarchuk, beim ersten Spatenstich für die Fabrik. Foto: Bo Amstrup/Ritzau Scanpix Foto via AP/dpa

Ukraine produziert Raketen-Treibstoff bald im Norden

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In Dänemark, rund 60 Kilometer nördlich von Flensburg, will ein Unternehmen aus der Ukraine bald Treibstoff für Raketen herstellen. Vor Ort gibt es auch kritische Stimmen.

Nicht weit von der Grenze zu Schleswig-Holstein entsteht in Dänemark eine erste ukrainische Rüstungsfabrik zur Produktion von Raketentreibstoff. Den ersten Spatenstich zum symbolischen Beginn des Baus in der süddänischen Gemeinde Hadersleben (dänisch: Haderslev) setzten am Nachmittag Dänemarks Wirtschaftsminister Morten Bødskov, der lokale Bürgermeister Mads Skau und der Dänemark-Direktor des ukrainischen Waffenproduzenten Fire Point, Wjatscheslaw Bondartschuk.

Mit dem Spatenstich trete das Projekt in der Kleinstadt Vojens nun in die nächste Phase ein, wurde Bødskov in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Vor Ort in Süderjütland schaffe man damit Jobs, außerdem komme der Bau der dänischen Verteidigungsindustrie zugute.

Ukraine gründet Fabrik für Raketen-Treibstoff in Dänemark

Die Ukraine setzt sich seit Februar 2022 gegen eine russische Invasion zur Wehr. Dänemark zählt international zu den größten Unterstützern der Ukraine. In dem Zuge will das skandinavische EU-Land als erster Nato-Staat auch mehreren ukrainischen Verteidigungsunternehmen ermöglichen, ihre Produktionsanlagen auf dänischem Boden anzusiedeln. Die dänische und die ukrainische Regierung hatten dazu in diesem Jahr Vereinbarungen getroffen.

Fire Point will in der Fabrik neben dem dänischen Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup unter anderem festen Raketentreibstoff produzieren, der dann bei der ukrainischen Verteidigung gegen Russland zum Einsatz kommen soll. Damit will das Unternehmen unter anderem gewährleisten, dass Russland die Produktion nicht durch Angriffe lahmlegen kann. 

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Gerechnet wird damit, dass der Werksbetrieb in der dänischen Kleinstadt Vojens im Laufe des kommenden Jahres aufgenommen werden kann. Russlands Botschaft in Dänemark hat das Vorhaben kritisiert. Vor Ort ist der Fabrikbau umstritten. Manche Einwohner sorgen sich dänischen Medienberichten zufolge unter anderem um die Sicherheit und wegen möglicher russischer Sabotage. (dpa/mp)

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