Tragischer Tod auf Weltreise: Deutscher (29) wollte sich im Zelt verstecken
Eine Tragödie in den Anden erschüttert ein kleines Dorf in Nordrhein-Westfalen: Florian Berg war mit seinem Fahrrad auf Weltreise, als er sich in den peruanischen Anden vor einem Unwetter in seinem Zelt verstecken wollte. Der 29-Jährige war allein unterwegs, sein Abenteuer nahm ein tragisches Ende.
Florian Berg (29), radfahrender Weltreisender, war gerade auf dem Weg von der Stadt Huaraz zur Laguna de Conococha (einem See im Hochland), als er in der Region Áncash in ein heftiges Unwetter geriet und von einem Blitz getroffen wurde. So die vorläufigen Angaben der peruanischen Polizei. Die Nachrichtenseite Express.de berichtete zuerst.
Die umfangreiche Suche nach ihm dauerte länger als einen Tag. Laut lokalen Medien habe sich Berg in seinem Zelt vor dem Gewitter in Sicherheit bringen wollen, als es zum Unglück kam. Das meldet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Berg teilte Fotos seiner Reise auf seiner Website
In Bürvenich muss man die Nachricht erst einmal verarbeiten. „Ganz Bürvenich steht unter Schock“, sagt Jürgen Hoscheid, den viele im Dorf kennen. Florian sei ein „unheimlich netter Mensch“ gewesen. Der Tambourcorps (eine Musikgruppe, die bei Volksfesten auftritt und primär Marschmusik spielt) des Ortes, in dem Berg Mitglied war, sagte eine geplante Vorstellung ab.
Etwas sehr trauriges ist geschehen. Der Radreisende Florian Berg ist jetzt in Peru bei einem Unwetter ums Leben gekommen. Florian ist 2024 auf eine 30 monatige Weltreise aufgebrochen, um von unterwegs über den Klimawandel und die betroffenen Menschen zu berichten. Er wurde 29… pic.twitter.com/711z992e0c
— Ingwar Perowanowitsch (@Perowinger94) January 22, 2026
Berg war am 3. März 2024 zu seiner großen Mission aufgebrochen: einmal per Rad um die Welt – ohne E-Bike, nur mit eigener Muskelkraft. Mehr als 30 Länder lagen bereits hinter ihm. Auf bluemiracle.de hielt er fest, wie hart die Tour sein konnte: Hitze, Kälte, Hunger, tagelang ohne Netz. Oft übernachtete er draußen.
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Mit dem Projekt, einmal die Welt zu umrunden, machte sich Berg gleichzeitig für seine Werte stark. Seine Reise habe er angetreten, um auf die „existenzielle Gefahr des Klimawandels aufmerksam zu machen und den bereits betroffenen Menschen und Regionen ein Gesicht zu geben“, schrieb er.
In einem Interview im August 2025 sagte er: „Ich habe gelernt, dass viele Dinge, die wir in Deutschland für selbstverständlich halten, in weiten Teilen der Welt purer Luxus sind“. Eigentlich sollte es von Peru weiter nach Panama und anschließend nach Afrika gehen. Jetzt ermittelt die peruanische Staatsanwaltschaft zu den Umständen seines Todes.
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