Hunderte Polizisten sind auf dem Campus der Brown University im Einsatz – darunter die SWAT-Spezialeinheit.

Hunderte Polizisten sind auf dem Campus der Brown University im Einsatz – darunter die SWAT-Spezialeinheit. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Lily Speredelozzi

Amoklauf: Elite-Uni wird zur Todesfalle – Verdächtiger gefasst

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An der Brown University im Bundesstaat Rhode Island fallen Schüsse, zwei Menschen sterben. Jetzt ist ein Verdächtiger gefasst worden.

Ein bewaffneter Täter hat an einer Universität in der Stadt Providence im US-Bundesstaat Rhode Island zwei Studenten getötet und mindestens neun weitere verletzt. Die Verletzten befänden sich in stabilem Zustand, sagte Bürgermeister Brett Smiley auf einer Pressekonferenz.

Der Täter flüchtete zuerst zu Fuß und wurde erst nach mehreren Stunden gefasst. Es handele sich um eine Person in ihren 30ern, sagte Oscar Perez, der Polizeichef der Stadt Providence, bei einer Pressekonferenz. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Nach weiteren Personen werde derzeit nicht gesucht, sagte Perez. „Die Menschen in Providence können heute Morgen ein bisschen aufatmen”, sagte Bürgermeister Brett Smiley. „Meine Gedanken sind immer noch auf die Menschen fokussiert, die ihre Leben verloren haben“, sagte der Governeur von Rhode Island, Dan McKee. 

Am späten Samstagabend (Ortszeit) hatte die Polizei zunächst ein Video veröffentlicht, das einen schwarz gekleideten Verdächtigen zeigte. Sein Gesicht war nicht zu erkennen. Der mutmaßliche Schütze hatte das Universitätsgelände demnach zu Fuß verlassen und war dann über Stunden flüchtig gewesen – sein Motiv ist bislang ungeklärt.

Elite-Campus wird zum Tatort

Mehr als 400 Polizisten waren stundenlang im Großeinsatz, darunter Beamte der Bundespolizei FBI und der Spezialeinheit SWAT. Die Studenten auf dem Campus der Brown University und Anwohner rund um die Universität waren zuvor aufgefordert worden, sich nicht ins Freie zu begeben. Diese Anordnung wurde später aufgehoben.

Die Brown University gehört zur sogenannten „Ivy League“, den Elite-Universitäten im Nordosten der USA. Der Schütze schoss in einem Bereich des Campus um sich, in dem es gerade Vorbereitungen auf eine Abschlussprüfung für einen Kurs der Wirtschaftswissenschaften gegeben habe, sagte Christina Paxson, die Präsidentin der Universität. Natürlich bereite man sich immer auf solche Vorfälle mit Schüssen vor, sagte Paxson. „Aber wenn es passiert, ist es einfach schwer zu glauben. Es ist verheerend.”

Bemühungen, die Waffengesetze zu verschärfen, scheitern 

Zunächst hatte es Berichte gegeben, dass der Schütze gefasst worden sei. Auch US-Präsident Donald Trump hatte dies über seine Plattform Truth Social verbreitet. Die Information stellte sich aber als falsch heraus. Auch Trump korrigierte seine Angaben dann in einem neuen Post zu dem Thema. 

Die südlich von Boston gelegene Stadt Providence hat rund 200.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des kleinen Bundesstaats Rhode Island. 

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In den USA kommt es immer wieder zu gravierenden Fällen von Waffengewalt – etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtclubs oder bei großen Veranstaltungen. Schusswaffen sind in den USA leicht erhältlich, teils auch halbautomatische Waffen. Trotz großen Entsetzens nach besonders schlimmen Vorfällen mit vielen Toten scheitern Bemühungen, die Waffengesetze zu verschärfen, seit Jahren immer wieder. (dpa)

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