Der 1. Wiener Bezirk auf einer Satellitenaufnahme. Hier sollen die Schüsse gefallen sein.
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Terroranschlag in Wien: Maas bestätigt: Deutsche unter den Todesopfern

Wien –

In der österreichischen Hauptstadt hat es am Montagabend einen Anschlag gegeben. Es gibt mehrere Verletzte und auch Tote. Der Einsatz läuft – und die Lage ist weiter unklar. Die Geschehnisse im Überblick:

  • Maas bestätigt: Deutsche ist unter den Todesopfern
  • Bundeskanzler Kurz gibt noch keine Entwarnung
  • Attentäter erhoffte sich vom IS besseres Leben
  • Informationen zum Täter
  • Zwei Festnahmen nach Terrorangriff
  • Täter war den Behörden bekannt
  • In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Montagabend gegen 20 Uhr mehrere Schüsse gefallen
  • Die Polizei bestätigte bislang vier Tote: Drei Passanten wurden erschossen, ein Täter wurde von der Polizei erschossen. Dazu gibt es mindestens 15 Verletzte

18.00: Deutsche ist unter den Todesopfern

Bei dem Terroranschlag in Wien ist auch eine Deutsche getötet worden. „Wir haben jetzt die traurige Gewissheit, dass auch eine deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Angriffs in Wien ist“, teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag in Berlin mit. Er sprach den Angehörigen und Freunden sein Beileid aus.

„Mit den Menschen in Wien und ganz Österreich verbindet uns die Trauer um die Opfer, aber auch die Entschlossenheit, Fanatismus und Terror mit aller Kraft entgegenzutreten“, sagte Maas. „Wir müssen den Tätern jetzt klar zeigen: ihr werdet euer Ziel, die Spaltung unserer Gesellschaft, niemals erreichen.“

Bei dem Anschlag in der österreichischen Hauptstadt wurden am Montagabend insgesamt vier Menschen getötet und 22 teils schwer verletzt worden. 

16.45: Kurz gibt noch keine Entwarnung

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gibt nach dem tödlichen Terroranschlag in Wien mit vier Todesopfern noch keine Entwarnung. „Die Lage ist nach wie vor angespannt“, sagte Kurz am Dienstag bei „Bild live“. Es gebe die Angst vor Nachahmungstätern.

Zudem wollte er nicht endgültig ausschließen, dass es nicht doch noch einen zweiten flüchtigen Täter geben könnte. „Wir gehen mittlerweile davon aus, dass es nur einen Täter gegeben hat, der sich sehr schnell bewegt hat und an sechs Orten in der Wiener Innenstadt um sich geschossen hat und hier eben mehrere Menschen kaltblütig ermordet hat. Aber wir haben noch keine hundertprozentige Gewissheit“, so Kurz.

16.10 Uhr: Attentäter erhoffte sich vom IS  besseres Leben

Nach dem tödlichen Anschlag in Wien werden immer mehr Details über den Attentäter öffentlich: So soll der Mann den Behörden schon länger bekannt gewesen sein. Der ehemalige Anwalt des jungen Mannes, Nikolaus Rast, sagte am Dienstag, dass sein Ex-Mandant aus einer völlig normalen Familie stamme. „Für mich war das ein Jugendlicher, der das Pech gehabt hat, an die falschen Freunde geraten zu sein“, so der Strafverteidiger gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Seit Jahren sympathisierte der 20-Jährige mit der Terrormiliz Islamischer Staat IS und war bereit, für sie in den Kampf zu ziehen. 

Im Vorjahr musste sich der Wiener dann wegen seiner IS-Mitgliedschaft vor Gericht verantworten. Nach Medienberichten hatte sich seine eigene Mutter an die Behörden gewandt. Er wurde damals zu 22 Monaten Haft verurteilt, nahm an einem Deradikalisierungsprogramm teil und wurde wegen günstiger Prognose vorzeitig entlassen. Er habe alle getäuscht, so Rast.

Im April 2019 gab der mutmaßliche Terrorist vor dem Wiener Landgericht an, dass er sich in seinem Leben nie benachteiligt gefühlt hatte. Während der Pubertät begann er sich mit dem Islam zu beschäftigen, wie die Tageszeitung „Der Standard“ berichtete, die den Gerichtsprozess damals verfolgte. Ende 2016 sei er nach eigenen Aussagen in die „falsche Moschee“ geraten. Seine Leistungen in der Schule wurden immer schlechter, Streit mit der Mutter gab es immer öfter. „Ich wollte weg von zu Hause“, erzählt der Mann vor Gericht. Vom IS habe er sich ein besseres Leben erwartet:„Eine eigene Wohnung, eigenes Einkommen“, habe er damals gesagt. 

16.00 Uhr: Bisher kein Hinweis auf zweiten Täter

Das Innenministerium in Österreich hat noch keinen Hinweisauf einen zweitenTäter beim Terroranschlag in Wien. Das gehe aus den bisherigen Ermittlungen und der Auswertungen von vielen der rund 20 000 Videos hervor, die die Bürger der Polizei zur Verfügung gestellt hätten, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien.

Nach Hausdurchsuchungen im Umfeld des erschossenen 20 Jahre alten Attentäters seien 14 Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Dem bereits wegen versuchter Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung inhaftierten Mann sei es gelungen, die Behörden bei seiner vorzeitigen Entlassung über den Misserfolg seiner Deradikalisierung zu täuschen, so Nehammer. Es habe keine Warnhinweise über die Gefahr durch den 20-Jährigen gegeben.

Inzwischen hat sich die Zahl der Verletzten nach der Terror-Attacke in Wien erhöht. Es seien insgesamt 22 Menschen teils schwer verletzt worden, teilte Nehammer weiter mit. Bei der nach Behördenangaben islamistisch motivierten Terrorattacke hatte der Schütze am Montagabend mindestens vier Menschen getötet, bevor er selbst erschossen wurde.

13.20 Uhr: Informationen zum Täter

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Wien mit fünf Toten hat sich Österreich an die Behörden in Nordmazedonien gewandt, von wo der Attentäter stammte. Dies teilte das nordmazedonische Innenministerium am Dienstag in der Hauptstadt Skopje mit. Die österreichische Polizei habe über den Polizeiverbund Europol um Zusammenarbeit und relevante Informationen über den Attentäter ersucht, berichtete der Fernsehsender A1 unter Berufung auf die Mitteilung.

Der 20-jährige Kujtim Fejzulai war ein Anhänger der radikalislamistischen Terrormiliz IS und hatte nordmazedonische Wurzeln. Namen und Herkunft nach gehörte der Attentäter der albanischen Minderheit in Nordmazedonien an. Wie lokale Medien am Dienstag berichteten, stammte er aus dem Dorf Celopek (albanisch: Cellopek) nahe der Stadt Tetovo. Das Gebiet ist nahezu ausschließlich von ethnischen Albanern bewohnt. Diese Minderheit bildet etwa 25 Prozent der Bevölkerung des kleinen Balkanlandes und bekennt sich größtenteils zum Islam, der auf dem Balkan als moderat gilt.

Während und nach dem Bosnien-Krieg (1992-1995) setzte unter Muslimen auf dem Balkan eine begrenzte Radikalisierung ein. So schlossen sich mehrere Hundert vornehmlich junge Muslime vom Balkan um 2014 der Terrormiliz IS an, als diese vorübergehende militärische Erfolge in Syrien und im Irak verzeichnete. Die Regierungen der Balkanländer stellten die Mitgliedschaft im IS unter Strafe. Zahlreiche IS-Rückkehrer wurden vor Gericht gestellt und verurteilt.

11.29 Uhr: Das sind die Terror-Opfer

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat Details zu den Todesopfern der Terrorattacke von Wien bekannt gegeben. Es kamen ein älterer Mann und eine ältere Frau, ein junger Passant und eine Kellnerin ums Leben, wie Kurz am Dienstag in Wien sagte. Ein Polizist, der sich dem Täter entgegengestellt habe, sei niedergeschossen und verletzt worden.

11.20 Uhr: Zwei Festnahmen

Nach dem Anschlag in Wien hat die Polizei in St. Pölten zwei Menschen festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur APA am Dienstag unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, gab es in der niederösterreichischen Landeshauptstadt zudem zwei Hausdurchsuchungen. Der „Kurier“ berichtete am Dienstag auf seiner Website, es handele sich um Kontaktadressen des mutmaßlichen Attentäters. Widerstand geleistet habe niemand.

Österreichs Innenminister Karl Nehammer sprach von umfangreichen Razzien im Umfeld des Täters. Dabei seien mehrere Personen festgenommen worden.

10.27 Uhr: Täter war Behörden bekannt

Der Attentäter, der nach dem Anschlag in der Wiener Innenstadt von der Polizei erschossen worden ist, war 20 Jahre alt,
hatte nordmazedonische Wurzeln und war einschlägig wegen
Mitgliedschaft in einer terroristischer Vereinigung vorbestraft. Das teilte Österreichs Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag mit.

09.05 Uhr: Vier Passanten tot

Bei der Terrorattacke in Wien sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Passanten getötet worden. Es handele sich um zwei Männer und zwei Frauen, bestätigte der österreichische Innenminister Karl Nehammer der Nachrichtenagentur APA am Dienstagmorgen. Zudem wurde ein Täter von der Polizei erschossen.

06.47 Uhr: Täter trug Sprengstoffgürtel 

Österreichs Innenminister Karl Nehammer sagte in einer Pressekonferenz, dass der Täter einen Sprengstoffgürtel und ein Sturmgewehr getragen habe. Der Sprengstoffgürtel habe sich als Attrappe herausgestellt. Weitere Details könne man aus ermittlungstechnischen Gründen nicht nennen. Man könne nach wie vor nicht ausschließen, dass es weitere Täter gegeben habe.
„Wenn möglich, bleiben Sie daheim, wenn sie nicht aus beruflichen Gründen das Haus verlassen müssen“, so Nehammer weiter. Er rief dazu auf, die Wiener Innenstadt weiterhin zu meiden. Es gebe derzeit eine verstärkte Überwachung des öffentlichen Raumes.

06.19 Uhr: Anschlag hat islamistisches Motiv

Die Terrorattacke von Wien geht nach den Worten von Österreichs Innenminister Karl Nehammer auf das Konto mindestens eines islamistischen Terroristen. Der Attentäter sei ein Sympathisant der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gewesen, sagte Nehammer am Dienstagmorgen in Wien.

06.15 Uhr: Weitere Terror-Opfer verstorben

Nach dem Terrorangriff in der Wiener Innenstadt sind zwei weitere Opfer gestorben. Eine Frau sei im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, sagte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) im ORF. Dass ein dritter Zivilist ums Leben kam, wurde Dienstagfrüh in einer Pressekonferenz des Innenministeriums ohne nähere Details bekanntgegeben. Neben einem von der Polizei erschossenen Terroristen starben damit drei Passanten. 15 Menschen wurden teils schwer verletzt. Die Suche nach einem weiteren Attentäter lief unterdessen auch in der Nacht auf Hochtouren. Aufgrund der Gefahrensituation wurden die Bürger aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben. Schüler müssen am Dienstag in Wien nicht zur Schule.

Das waren die Entwicklungen am Montagabend: 

23.58 Uhr: Einsatz läuft noch

Update: Wie das ORF berichtet, ist der Einsatz der Wiener Polizei noch immer nicht abgeschlossen. Bundeskanzler Sebastian Kurz spricht davon, dass es sich „definitiv um einen Terroranschlag“ handelt. Die Täter seien sehr gut vorbereitet und gut mit Waffen ausgerüstet. „Ich hoffe, dass es in den nächsten Stunden möglich sein wird, die Gefahr zu beenden.“ Gleichzeitig appellierte Kurz an alle Wiener, morgen früh vor dem Verlassen des Hauses auf jeden Fall die Nachrichten zu prüfen und nachzulesen, wie sich die Lage entwickelt hat.

23.53 Uhr: Außenministerium warnt

Update: Das Außenministerium warnt in seinen Reisehinweisen für Österreich vor der unklaren Lage nach dem mutmaßlichen Terrorangriff in Wien. „Im Bereich der Wiener Innenstadt kam es am Abend des 2. November zu mehreren Schusswechseln, die Lage ist noch unklar, es gibt Absperrungen“, hieß es am Montagabend in den Hinweisen. Es wurde empfohlen, die Nachrichten zu verfolgen und auf Informationen des Innenministeriums zu achten.

Grundsätzlich gilt aufgrund der Corona-Pandemie derzeit eine Reisewarnung für fast ganz Österreich. Das Land wurde mit Ausnahme von zwei kleinen Exklaven am Freitag von der Bundesregierung zum Corona-Risikogebiet erklärt.

23.46 Uhr: Innenminister spricht von Kampf

Update: Die Polizei sucht nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Wien weiterhin nach Tatverdächtigen. „Wir sind nach wie vor im Kampf gegen die mutmaßlichen Terroristen“, sagte Innenminister Karl Nehammer am späten Montagabend im ORF. Er gehe von mehreren schwer bewaffneten Tätern aus. Der Minister appellierte erneut an die Bürger, öffentliche Plätze zu meiden. Nach einer vorläufigen Bilanz wurden bei den Schusswechseln in der Wiener Innenstadt ein Angreifer und ein Passant getötet. Außerdem wurden nach Angaben der Rettungsdienste 15 Menschen teils schwer verletzt. Die Polizei sprach von sechs Tatorten.

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Der 1. Wiener Bezirk auf einer Satellitenaufnahme. Hier sollen die Schüsse gefallen sein.

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23.35 Uhr: Zahl der Täter noch unklar

Update: Nach Angaben des Wiener Bürgermeisters Michael Ludwig ist noch unklar, wie viele Täter an dem mutmaßlichen Terrorangriff in der österreichischen Hauptstadt beteiligt waren. Auch zu den Hintergründen gebe es noch „keine gesicherten Erkenntnisse“, sagte der 59-Jährige am Montagabend im ORF. Ludwig erklärte, dass bei dem Angriff „wahllos auf Personen in den Lokalen“ geschossen worden sei – vor allem auf jene, die draußen saßen. Es könne derzeit noch nicht abgeschätzt werden, ob es „weitere Gefahrenmomente gibt“. Er rief die Wiener Bevölkerung daher dazu auf, zu Hause zu bleiben und Ruhe zu bewahren.

23.26 Uhr: Wiener Polizei warnt

23.22 Uhr: Bundeskanzler Kurz äußert sich

Update: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz äußerte sich bei Twitter mit mehreren Tweets: „Wir erleben gerade schwere Stunden in unserer Republik. Ich möchte allen Einsatzkräften danken, die insbesondere heute für unsere Sicherheit ihr Leben riskieren. Unsere Polizei wird entschlossen gegen die Täter dieses widerwärtigen Terroranschlags vorgehen. Ich bin froh, dass unsere Polizisten bereits einen Täter ausschalten konnten. Wir werden uns durch Terrorismus niemals einschüchtern lassen und diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bekämpfen. Damit sich die Polizei ganz auf die Terrorismusbekämpfung konzentrieren kann, hat die Bundesregierung entschieden, dass das Bundesheer den bisher durch die Polizei durchgeführten Objektschutz in Wien ab sofort übernehmen wird. Das ganze Land ist in Gedanken bei den Opfern, Verletzten und ihren Angehörigen, denen ich mein tiefes Mitgefühl ausdrücke. Wir danken der Spitze der Europäischen Union und unseren internationalen Partnern für ihr Mitgefühl und die Bekundungen ihrer Solidarität.“

23.15 Uhr: 15 Menschen im Krankenhaus

Update: Bis zum späten Montagabend sind 15 Verletzte in Krankenhäuser eingeliefert worden. Das sagte der Sprecher des Wiener Gesundheitsverbunds, Christoph Mierau, der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Mindestens sieben der Opfer hätten schwere Verletzungen davongetragen. 

22.45 Uhr: Google markiert Tatort

Update: Google hat am Montagabend einen der Tatorte mit einem Warnzeichen markiert. Auf der Seitenstettengasse am Schwedenplatz wurde im Kartendienst von Google ein rotes Ausrufezeichen mit der Beschriftung „Wien – Vorfall“ angezeigt. Die Polizei hatte zuvor getwittert, dass genau dort gegen 20 Uhr Schüsse gefallen seien.

Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, dass die Polizei die Menschen zum Verlassen der Innenstadt auffordere. „Verlassen Sie den ersten Bezirk!“, riefen schwer bewaffnete Polizisten in Schutzausrüstung Radfahrern, Spaziergängern und Passanten demnach zu. Der erste Bezirk ist die Innenstadt der österreichischen Hauptstadt.

22.15 Uhr: Gäste sitzen in Lokalen fest

Update: Im 1. Bezirk, der historischen Wiener Innenstadt, sitzen Gäste immer noch in Lokalen und warten darauf, dass die Polizei ihnen grünes Licht zum Verlassen bietet.

22.05 Uhr: Polizei spricht von sechs Tatorten

Update: Nach Angaben der Polizei vom späten Montagabend gab es wohl sechs Tatorte.

21.45 Uhr: Lage in Wien unübersichtlich

Update: „Der Angriff läuft noch“, sagte Innenminister Nehammer gegen 21.45 Uhr. 

21.41 Uhr: Polizei bestätigt Todesopfer

Update: Die Polizei bestätigte außerdem auf Twitter, dass es ein Todesopfer gegeben hat.

Bei dem Toten handelt es sich um einen Passanten.

Nach Angaben des Wiener Rettungsdienstes gab es weitere Tote und Verletzte. „Zahlenmäßig eingrenzen können wir das noch nicht, wir sind noch dabei, uns einen Überblick zu verschaffen”, sagte der Sprecher der Wiener Berufsrettung, Daniel Melcher, der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

21.35 Uhr: Mindestens ein Angreifer mit Langwaffe

Uppdate: Mindestens ein Angreifer soll mit einer Langwaffe auf einen Polizisten gefeuert und ihn angeschossen worden, hieß es von der Polizei. 

21.31 Uhr: Augenzeuge berichtet von Schüssen

Update: „Es hat sich nach Krachern angehört“, schilderte laut „Kronenzeitung“ ein Augenzeuge im ORF. „Dann hat man gemerkt, das sind Schüsse. Dann sah man eine Person die Seitenstetten herunterlaufen, (der hat) mit einer automatischen Waffe wild geschossen. Der ist dann abgebogen, hinunter, beim (Lokal) ,Roter Engel‘ von dort in Richtung Schwedenplatz. Er hat dort wild weiter geschossen. Dann kam die Polizei und hat geschossen.“

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Einsatzkräfte am Schwedenplatz in Wien, an dem es zu einem Schusswechsel kam.

Foto:

dpa

Unmittelbar nach den Schüssen war auf Videos zu sehen, wie Passanten in Panik durch die Fußgängerzonen rannten. Nach Angaben von Reportern hoben manche die Arme, um den Polizisten zu zeigen, dass sie unbewaffnet waren.

21.22 Uhr: Videos zeigen fürchterliche Szenen

Update: Auf Videos, die der Sender „Oe24“ ausstrahlte, war ein maskierter Schütze zu sehen, der auf offener Straße zumindest zwei Schüsse abfeuerte. Ein anderer Clip zeigte eine große Blutlache vor einem Restaurant. Auf einem weiteren Video, das dem Magazin „Falter“ vorliegt, soll zu sehen sein, wie ein Mann gegenüber der Synagoge wahllos in Lokale schießt.

21.15 Uhr: Ziel womöglich Synagoge

Update: Ob gezielt eine Synagoge angegriffen wurde, wie zunächst von mehreren Medien berichtet wurde, ist weiterhin nicht klar. Der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, schrieb auf Twitter, es könne derzeit nicht gesagt werden, ob der Stadttempel eines der Ziele war. „Fest steht allerdings, dass sowohl die Synagoge in der Seitenstettengasse als auch das Bürogebäude an der selben Adresse zum Zeitpunkt der ersten Schüsse nicht mehr in Betrieb und geschlossen waren.“

21.01 Uhr: Polizei: Bevölkerung soll zuhause bleiben

Update: Die Polizei Wien meldete bei Twitter in einem ihrer ersten Postings einen größeren Polizeieinsatz in der Innenstadt, bei dem es auch mehrere Verletzte gegeben habe.

Die Bevölkerung wurde aufgerufen, die Wiener Innenstadt zu meiden. Die Ermittler warnten eindringlich davor, keine Fotos oder Videos in den sozialen Netzwerken zu posten. Dies würde sowohl die Einsatzkräfte als auch die Zivilbevölkerung gefährden.

20.30 Uhr: Schüsse in Wien

In der Wiener Innenstadt sind am Montagabend Schüsse gefallen. Österreichs Innenminister Karl Nehammer sagte im ORF, dass es sich augenscheinlich um einen Terroranschlag handele.

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