Kai Wegner Berlin Bürgermeister

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU, Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Jens Kalaene

Tennis trotz Mega-Stromausfalls: Berliner Bürgermeister will sich nicht entschuldigen

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100.000 Berliner sind ohne Strom, doch der Regierende CDU-Bürgermeister schlägt Tennisbälle. Seine Begründung dafür – und was er heute selbstkritisch über die Kommunikation denkt.

Trotz scharfer Kritik und Rücktrittsforderungen sieht Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) keinen Grund, sich für sein umstrittenes Tennismatch während des großen Stromausfalls zu entschuldigen.

Auf die Frage, ob er in seiner CDU-Fraktion um Entschuldigung gebeten habe, sagte Wegner am Rande eines Termins im Roten Rathaus: „Es gibt ja keinen Grund zur Entschuldigung, wenn man eine Krise anderthalb Tage vorher beendet. Ich will das noch mal sagen: Das Krisenmanagement hat funktioniert. Wir haben das gut hinbekommen.“ Der Blackout war einen Tag früher repariert als vom Senat angekündigt.


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Zu dem einstündigen Tennismatch am Samstag sagte Wegner weiter: „Mir war an diesem Tag wichtig, dass ich eine Stunde Sport mache. Ich musste abschalten. Ich musste herunterkommen. Ich musste meine Gedanken fassen und ordnen.“

„Wäre besser gewesen, das am Sonntag zu sagen“

Dass er von dem Sporttermin wenige Stunden nach Beginn des Blackouts von sich aus tagelang nichts gesagt hat, sieht er nach eigenen Worten inzwischen kritisch. „Im Rückblick wäre es sicherlich besser gewesen, das am Sonntag zu sagen, aber es war schlicht nicht in meinem Fokus.“ Im Fokus sei für ihn die Frage gewesen, wie er diese Krise schneller beenden und die Menschen schneller mit Strom und mit Wärme versorgen könne. „Da war ich im Tunnel. Ich wollte diese Krise schnell beenden.“

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Er fügt an: „Für mich persönlich wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn ich vor Ort gewesen wäre und ein paar Fotos gemacht hätte. Aber hätte es irgendeinem Betroffenen etwas gebracht? Hätte es den 100.000 Menschen etwas gebracht, wenn ich dort ein Foto gemacht hätte? Ich glaube: nein.“ (dpa)

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