Colorado Bestatterinnen Leichenteile
Colorado Bestatterinnen Leichenteile
  • Die Betreiberin des US-Bestattungsunternehmen verkaufte Leichenteile an Ausbildungsunternehmen.
  • Foto: Facebook

Statt sie einzuäschern: US-Bestatterinnen handeln mit Leichenteilen

Makabrer Fall in den USA: Statt Verstorbene einzuäschern hat die Betreiberin eines Bestattungsunternehmens in Colorado gemeinsam mit ihrer Mutter mit den Überresten der Toten gehandelt. Dafür wandern die Frauen nun für lange Zeit ins Gefängnis.

560 Leichen haben Mutter und Tochter zwischen 2010 und 2018 seziert und Körperteile wie Arme, Beine und Köpfe an medizinische Ausbildungsunternehmen weiterverkauft. Die Unternehmen hatten von dem Betrug offenbar nichts gewusst. Über den Fall hatte unter anderem die britische BBC berichtet. Teils soll das Duo sogar ganze Körper verkauft haben und Dokumente gefälscht haben, um auch Leichenteile verkaufen zu können, die mit HIV oder Hepatitis infiziert waren.

Beide Frauen müssen nun ins Gefängnis: Tochter und Betreiberin Megan Hess erhielt die Höchststrafe von 20 Jahren, ihre Mutter wandert 15 Jahre ins Gefängnis. Die zuständige Richterin beschrieb das Verfahren als „den emotional erschöpfendsten Fall, den ich je auf der Richterbank erlebt habe“. Laut „Denver Post“ äußerte sie, dass der Fall weit darüber hinausgeht, was sonst in den USA verhandelt wird.“ Sie ordnete an, dass die beiden Frauen sofort ins Gefängnis gebracht werden. Während des Prozesses hatten Angehörige öfter ausgesagt, wie schmerzhaft das Vorgehen für sie gewesen sei.

Colorado: Mutter-Tochter-Gespann verkauft Leichenteile

Den trauernden Familien hätten die beiden Frauen, die ihr Bestattungsunternehmen in der Stadt Montrose betrieben, zuvor zu einem Preis von 1000 US-Dollar angeboten, deren Verstorbene einzuäschern – und ihnen dann die Überreste zu übergeben. Aber: Wie im Prozess nun heraus kaum, fanden viele der Einäscherungen nie oder nur in Teilen statt. In den Urnen, die die Angehörigen erhielten, soll auch die Asche von anderen Verstorbenen gemischt gewesen sein.

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In einer Mitteilung sagte der zuständige FBI-Ermittler: Anstatt den Angehörigen beizustehen, „betrogen diese gierigen Frauen Hunderte Opfer und schändeten die Körper ihrer Liebsten“. (alp)

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