Panorama

Spektakuläre Bilder: Extremes Niedrigwasser legt Nazi-Wracks frei

Wrack eines deutschen Kriegsschiffs ragt in der Donau vor dem Djerdap-II-Staudamm aus dem Wasser.
Das Wrack eines deutschen Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg taucht aufgrund der Dürre vor dem Djerdap-II-Staudamm an der Donau zwischen Rumänien und Serbien auf.

Mehr als 200 versenkte Schiffe behindern bei Niedrigwasser die Donau. In der aktuellen Hitzewelle steht das Wasser besonders tief. Viele Relikte werden gänzlich sichtbar.

Der extrem niedrige Wasserstand der Donau hat in Serbien mehrere Schiffswracks der deutschen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Schaulustige kletterten in der Nähe des Flusshafens Prahovo auf den verwitterten Relikten der einstigen Nazi-Flotte herum, berichten serbische Medien. Auch in den vergangenen Jahren waren die Schiffswracks dort in besonders heißen Sommern immer wieder sichtbar geworden. 

Die Häufung der Wracks in dem Donauabschnitt unmittelbar vor dem sogenannten Eisernen Tor – einem Durchbruchstal der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien – erklärt sich mit den Geschehnissen am Ende des Zweiten Weltkriegs. 

Die Nazi-Marine hatte dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst versenkt. Der deutsche Flottenverband hatte sich auf dem Rückzug befunden und war von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt worden. Die rund 200 versenkten Wasserfahrzeuge sollten die Donau für die Verfolger unpassierbar machen. 

Wrack eines deutschen Kriegsschiffs ragt bei Niedrigwasser in der Donau vor dem Djerdap-II-Staudamm hervor.
Mehrere Nazi-Schiffe werden aufgrund der niedrigen Wasserstände freigelegt.

Die Wracks bei Prahovo bilden für die Donauschifffahrt bei niedrigen Wasserständen ein nicht unerhebliches und gefährliches Hindernis. Die Europäische Union (EU) fördert deshalb ein Programm, um die besonders ungünstig platzierten alten Nazi-Schiffe nach und nach aus dem Wasser zu ziehen. Von 21 dazu ausersehenen Wracks seien bis April dieses Jahres 7 geborgen worden, berichtete die Website des staatlichen Fernsehens RTS. (dpa/mp)

Kommentare öffnen