Übertragungswagen ZDF

Ein Übertragungswagen des ZDF (Archivbild). Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Jonas Lohrmann

Skandal um KI-Video: ZDF zieht erste personelle Konsequenzen

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Nach der umstrittenen Verwendung von KI-generierten und falsch zugeordneten Videos im „heute journal“ hat das ZDF erste personelle Konsequenzen gezogen.

Ergebnis einer internen Überprüfung: Die Verstöße gegen journalistische Standards wiegen so schwer, dass die New-York-Korrespondentin Nicola Albrecht mit sofortiger Wirkung abberufen wird.

ZDF-Skandal um KI-generiertes Video

Albrecht hatte über die Angst von Kindern vor Festnahmen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE berichtet. Während ihr Beitrag im „Mittagsmagazin“ unbeanstandet blieb, wurde die Fassung für das „heute journal“ nachträglich verändert. Dabei nutzte sie zwei Videos aus dem Internet: Eine Szene stammte aus einem völlig anderen Zusammenhang (Florida, 2022), eine weitere war KI-generiert. Beides wurde weder ausreichend überprüft noch journalistisch eingeordnet.

Nach ZDF-Angaben hätte das KI-Material ohne klare Kennzeichnung und Begründung nicht verwendet werden dürfen. Zudem sei die Herkunft der zweiten Szene nicht geprüft worden. Auch der Schlussredaktion des „heute journal“ hätte die KI-Sequenz bei der Abnahme auffallen müssen.

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ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten erklärte zu dem Skandal, der entstandene Schaden sei erheblich und treffe die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung. Der Sender arbeite derzeit an einem Maßnahmenkatalog, um sicherzustellen, dass journalistische Standards künftig uneingeschränkt eingehalten werden. (mp)

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