Eine Selbstschussanlage in der Dauerausstellung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (Archivbild).

Eine Selbstschussanlage in der Dauerausstellung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn (Archivbild). Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Sie wollte ihrem Hund helfen: Frau von Selbstschussanlage beinahe getötet

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Eine Frau sucht ihren entlaufenen Hund, kurz darauf liegt sie schwer verletzt auf dem Boden – niedergeschossen von der Selbstschussanlage ihres Nachbarn. Die Polizei stürmt das Grundstück in Gommern nahe Magdeburg (Sachsen-Anhalt) mit einem Großaufgebot und macht dort eine verstörende Entdeckung.

Der Hund der 54-Jährigen war am Samstag ausgebüxt und auf das fremde Grundstück gerannt, wie die Polizei bekannt gab. Die Frau folgte ihrem Haustier auf das Nachbargrundstück. Dort löste sich plötzlich ein Schuss mit Schrotmunition und traf die Frau.

Wie die „Bild“ berichtet, ging die Polizei zunächst davon aus, der Eigentümer des Grundstücks habe aus seinem Haus herausgeschossen und sich dort verschanzt. Daher seien auch das SEK, ein Verhandlungsteam des LKA und ein schwer gepanzertes Einsatzfahrzeug angerückt.

Selbstschussanlage: Verletzungen an Gesicht und Lunge

Die Frau soll dem Bericht zufolge mit Verletzungen an Gesicht und Lunge auf der Intensivstation liegen. Sie befinde sich außer Lebensgefahr, hieß es von der Polizei weiter. Die Beamten ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung und befragten den 43-jährigen Grundstückseigentümer. Der soll laut „Bild“ mehrfach vorbestraft sein und ausgesagt haben, er habe die Selbstschussanlage zum Schutz vor Kriminellen aufgestellt.

Da kein Verdacht für ein vorsätzliches Tötungsdelikt vorlag, wurde kein Haftbefehl beantragt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge löste die Frau versehentlich die Selbstschussanlage aus.

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Das Grundstück und das Haus des Mannes wurden durchsucht und eine Vielzahl von Waffen und gefährlichen Gegenständen beschlagnahmt. Welche Gegenstände im Ortsteil Dannigkow noch gefunden wurden, dazu machte die Polizei zunächst keine Angaben. (dpa/tst)

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