Paar im Bett (Symbolbild)

Sex-Flaute in deutschen Betten – Während Paare sich arrangieren, sind Singles zunehmend unzufrieden. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Annette Riedl

Sex-Flaute in Deutschland: Paare arrangieren sich, Singles leiden

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Zwischen Dauerstress und Dauerkrisen bleibt der Sex auf der Strecke: In deutschen Schlafzimmern läuft deutlich weniger als noch vor einem Jahr – mit überraschenden Folgen für Paare und Singles.

In deutschen Betten herrscht aktuell spürbar Flaute. Laut einer neuen Umfrage im Auftrag des „Playboy“ geht die sexuelle Aktivität sowohl bei Paaren als auch bei Singles deutlich zurück. Besonders Stress im Alltag und die anhaltend negative Nachrichtenlage setzen der Lust vieler Menschen zu.

So geben nur noch 55 Prozent der Menschen in festen Partnerschaften an, mehrmals im Monat Sex zu haben. Im Vorjahr lag dieser Wert mit 74 Prozent noch deutlich höher. Auch Singles berichten von weniger Intimität: Hier sank der Anteil der sexuell Aktiven innerhalb eines Jahres von 26 auf 17 Prozent. Als Gründe nennen viele Befragte beruflichen und privaten Stress, ständige Ablenkung durch digitale Medien sowie eine generelle Lustlosigkeit (42 Prozent der Frauen, 30 Prozent der Männer), für die es oft keinen konkreten Auslöser gibt.

Sex-Flaute: Dauerstress, Digitaldruck – und die generelle Lustlosigkeit

Erstaunlich ist jedoch: Trotz weniger Sex sind 68 Prozent der Paare zufrieden mit ihrem Liebesleben. Noch vor einem Jahr lag die Zahl bei 59 Prozent. Während der Anteil der zufriedenen Singles von 33,5 Prozent auf 24 Prozent deutlich sank, scheinen sich viele der Pärchen mit einem ruhigeren Schlafzimmer arrangiert zu haben. Ein weiterer Faktor: Singles sprechen seltener offen über sexuelle Wünsche, obwohl eine große Mehrheit der Deutschen (65 Prozent) überzeugt ist, dass genau das das Liebesleben verbessern könnte. Frauen sehen sich dabei zunehmend als die treibende Kraft, kritisieren jedoch in relativer Mehrheit, dass Männer nicht im gleichen Maß einfühlsamer geworden seien.

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Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Norstat 1056 Frauen und Männer in Deutschland. Die Erhebung ist repräsentativ. (apa)

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