Crans-Montana Unglück Bar Kerzen Blumen

Hunderte Kerzen und Blumen sind vor der Todes-Bar in Gedenken an die Ofer abgelegt. Foto: picture alliance/KEYSTONE | JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Schweizer Todes-Bar: Jahrelang keine Brandschutz-Kontrollen – „bedauern das“

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Nach dem tragischen Unglück in Crans-Montana in der Silvesternacht stellte sich die Frage: Warum blieb der Brandschutz in der Bar jahrelang auf der Strecke? Die erschütternden Folgen und was der Ort jetzt ändert.

Vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt. 

Wie sich herausstellte, fanden zwischen 2020 und 2025 keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt, sagt Feraud. 2025 sei lediglich ein Akustikgutachten ohne Beanstandung durchgeführt worden. „Wir bedauern dies zutiefst“, sagte Feraud. Bei Kontrollen etwa 2019 und davor sei das Dämmmaterial an der Decke nie Thema gewesen, sagte Feraud. 

Crans-Montana in der Schweiz: Keine Pyrotechnik in geschlossenen Räumen mehr

Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde beschlossen, die Verwendung von sämtlichen pyrotechnischen Gegenständen in geschlossenen Räumen zu verbieten. Und dem Betreiberpaar sei nun die Betriebsbewilligung für ein zweites Restaurant in Crans-Montana entzogen worden, teilte Feraud mit. 

Das Inferno in der Bar „Le Constellation“ in der Silvesternacht wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst. Sie setzte den Erkenntnissen zufolge Schaumstoff an der Decke in Brand. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. 

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40 Menschen starben in der Folge, 116 Menschen wurden größtenteils schwer verletzt. Viele der Brandopfer werden inzwischen im Ausland behandelt, auch in Deutschland. (dpa/mp)

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