Schaffner erschlagen: Bahn-Sprecher ringt um Worte – „unermesslicher Schmerz“
Die tödliche Gewalttat auf Zugbegleiter Serkan C. in Rheinland-Pfalz hat auch in den Reihen der Deutschen Bahn Spuren hinterlassen. Nun äußerte sich Pressesprecher Jens-Oliver Voß zum brutalen Angriff.
Nach dem tragischen Vorfall teilte Voß seine Gedanken auf LinkedIn. Er beschreibt seine Situation so: „Zuerst: Sprachlosigkeit. Dann Wut. Und die Frage: Wie geht es den Menschen, die ihm am nächsten standen?”
DB-Sprecher: „Die Tat hat unermesslichen Schmerz ausgelöst“
Trotz jahrelanger Erfahrung zeigt er sich tief betroffen: „Natürlich sind wir auf Krisen vorbereitet. Auf Ereignisse, von denen wir hoffen, sie nie kommunizieren zu müssen.” Er fragt sich: „Wie vermeidet man, in den Modus der reinen Krisenkommunikation zu verfallen? Wie schafft man es, Mensch zu bleiben – nicht abzustumpfen?“ Er habe nicht auf alles eine Antwort. „Und schon gar nicht darauf, was einen Menschen zu so einer Tat treibt. Wir wissen nur: Sie hat unermesslichen Schmerz ausgelöst”, schreibt der Pressesprecher offen.
Der Beitrag enthält auch ein Foto mehrerer DB-Mitarbeiter, die im Berliner Hauptbahnhof zusammenstehen und eine Schweigeminute für das Opfer halten. In den Kommentaren erhält Voß viel Mitgefühl und Dank für seine offenen Worte.
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Serkan C. war den Erkenntnissen zufolge am Montagabend im Rahmen einer Ticketkontrolle von einem Reisenden ohne Fahrschein angegriffen worden. Der 36-Jährige starb im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Der 26-Jährige mutmaßliche Täter sollte bei der Ticketkontrolle des Zuges verwiesen werden, weil er keinen Fahrschein vorzeigen konnte. (mp)
Hilfe in schweren Stunden
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Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Viele sprechen Türkisch. mutes.de
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