Saudi-Arabien: Sieben Menschen an einem Tag hingerichtet
An einem einzigen Tag sind in Saudi-Arabien sieben Menschen hingerichtet worden. Der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge handelt es sich bei den am Sonntag in der Region Riad hingerichteten Menschen um fünf Staatsangehörige Saudi-Arabiens und zwei Jordanier. Sie seien wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt worden, sie hatten Amphetaminpillen in das Königreich geschmuggelt.
Seit Anfang des Jahres haben in Riad bereits 38 Hinrichtungen im Zusammenhang mit Drogenvergehen stattgefunden. Dies entspricht laut einer AFP-Zählung auf der Grundlage offizieller Daten dem Großteil der insgesamt 61 vollstreckten Hinrichtungen. 33 der Hingerichteten waren demnach ausländische Staatsangehörige – womit Ausländer den Großteil der in diesem Jahr Hingerichteten ausmachten.
Saudi-Arabien: Zahl der Hinrichtungen so hoch wie nie
Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien zum zweiten Mal in Folge einen Rekordwert erreicht: die Behörden richteten 356 Menschen hin, 243 davon wegen Drogendelikten. 2024 hatten insgesamt 338 Hinrichtungen stattgefunden.
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Saudi-Arabien hatte die Vollstreckung der Todesstrafe in Zusammenhang mit Drogendelikte rund drei Jahre lang ausgesetzt – Ende 2022 wurden die Hinrichtungen wieder aufgenommen.
Todesstrafe: Häufiger nur in China und im Iran
Saudi-Arabien ist einer der wichtigsten Märkte für die Aufputschdroge Captagon. Unter dem inzwischen gestürzten syrischen Machthaber Baschar al-Assad hatte Syrien sich der UNO zufolge zum Hauptproduzenten von Captagon im Nahen Osten entwickelt.
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Saudi-Arabien gehört zu den Ländern, in denen weltweit am häufigsten die Todesstrafe verhängt wird. Mehr Hinrichtungen als in Saudi-Arabien gibt es laut Menschenrechtsorganisationen nur in China und dem Iran. (afp/mp)
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