Ein russischer strategischen Bomber vom Typ Tu-95. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa/epa | Yuri Kochetkov

Russische Bomber vor Alaska: Kampfjets steigen auf

kommentar icon
arrow down

Ein Versehen dürfte es kaum sein, wenn fünf russische Flugzeuge in die Luftverteidigungszone der USA fliegen. Das Militär reagiert und schickt noch mehr Maschinen, um die Russen hinaus zu eskortieren.

Wegen des Eindringens russischer Bomber und Kampfflugzeuge in die Luftverteidigungszone vor dem US-Bundesstaat Alaska sind mehrere Maschinen des Militärs zu einem Abfangeinsatz aufgestiegen.

Russische Kampfjets aus Luftverteidigungszone eskortiert

Zwei russische Langstreckenbomber vom Typ TU-95, zwei Kampfjets vom Typ SU-35 und ein Luftraumaufklärungsflugzeug des Modells A-50 seien von den eingesetzten Maschinen bis zum Verlassen der Luftverteidigungszone eskortiert worden, teilte das Kommando für die nordamerikanische Luftraumverteidigung (Norad) mit. Die russischen Maschinen seien bei ihrem Vorstoß nicht in den kanadischen oder amerikanischen Luftraum eingedrungen. 


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Tod im Morgengrauen: Lkw überrollt Radfahrer († 63)
  • Was alles teurer wird: Das kostet uns der Iran-Krieg
  • Kind stirbt nach OP: Prozess gegen drei Hamburger Ärzte
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: Experte warnt den HSV & St. Pauli plant zweigleisig
  • 28 Seiten Plan 7: „Die kleine Meerjungfrau“ am Thalia, das Familienmusical „Anouk“ & Open-Air-Konzerte

Nach Angaben von Norad, das die USA zusammen mit Kanada betreiben, waren an dem Einsatz mehrere Flugzeuge beteiligt: je zwei Kampfjets vom Typ F-16 und F-35, vier Tankflugzeuge des Modells KC-135 sowie ein Awacs-Flugzeug zur Luftraumaufklärung vom Typ E-3. Es blieb unklar, ob es sich dabei ausschließlich um Flugzeuge des US-Militärs handelte oder ob auch kanadische Maschinen darunter waren. 

Regelmäßige Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen

Norad erklärte weiter, es gebe regelmäßig solche Zwischenfälle mit russischen Flugzeugen. Diese würden nicht als Bedrohung aufgefasst. Nach Ansicht von Militärexperten nutzen Staaten ein solches Vordringen häufig, um die Verteidigung der betroffenen Länder zu testen.

Das könnte Sie auch interessieren: „Wir würden gern weitermachen“: Darum hat Hamburg aktuell keinen Nachtbeauftragten

Die Luftverteidigungszone liegt vor dem Luftraum eines Staates: Sie ist nicht Teil des Hoheitsgebiets, sondern bildet gewissermaßen eine Pufferzone. Dort müssen sich alle Flugzeuge identifizieren und ihre Koordinaten bekanntgeben. Diese diene der Gewährleistung der nationalen Sicherheit, heißt es bei Norad. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test