Das Rheinmetall-Firmenlogo an einer Uniform.

Das Rheinmetall-Firmenlogo an einer Uniform bei einer Rüstungsmesse. Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Rheinmetall liefert eine Rekordzahl nach der anderen

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Ob Artillerie, Panzer oder Munition – mit Rüstungsgütern macht Rheinmetall immer profitablere Geschäfte. Nach dem Fokus auf die Landstreitkräfte sind nun auch Flugzeug-Teile und Schiffe im Sortiment.

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall will sein ohnehin schon rasantes Wachstumstempo dieses Jahr noch steigern. Wie die Waffenschmiede in Düsseldorf mitteilte, soll der Umsatz um 40 bis 45 Prozent steigen. Im vergangenen Jahr waren die Erlöse um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro nach oben geklettert.

Der Wachstumskurs ist teilweise auch auf Zukäufe zurückzuführen. Das operative Ergebnis kletterte 2025 um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an, das Ergebnis nach Steuern lag mit 0,8 Milliarden Euro allerdings nur 3 Prozent über dem Vorjahreswert. 

Firmenchef sieht Rheinmetall gut positioniert

Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, der „Backlog” liegt bei 63,8 Milliarden Euro – so viel war es noch nie. Hierbei sind verbindliche Aufträge und Rahmenverträge inkludiert. Das in Rahmenverträgen enthaltene Auftragsvolumen muss nicht zwangsläufig ausgeschöpft werden, angesichts der aktuell hohen Nachfrage ist das aber sehr wahrscheinlich.

„Wir haben operativ ein neues Rekordergebnis erzielt und werden die Profitabilität des Konzerns weiter steigern”, sagte Konzernchef Armin Papperger. Bei neuen Großprojekten der Streitkräfte habe man sich aussichtsreich positioniert. 

Iran-Krieg lässt Telefon nicht stillstehen

Vor allem der Iran-Krieg lässt die Nachfrage nach Flugabwehr-Geschützen von Rheinmetall nach oben schnellen. „Die Telefone standen übers Wochenende nicht still, man will unsere Systeme“, sagte Konzernchef Armin Papperger in Düsseldorf. Details nannte er nicht. 

Rheinmetall-Flugabwehrgeschütze würden dort schon jetzt eingesetzt, sie hätten in dem jetzigen Konflikt bereits weit über 100 Drohnen abgeschossen, so der Manager. Künftig sollen mehr Flugabwehrsysteme geliefert werden. Die Rheinmetall-Kunden hätten gemerkt, „wie effektiv und kostengünstig das ist“. Der Iran setzt im Krieg mit den USA massenhaft Drohnen ein, um US-Stützpunkte in der Region sowie Israel und arabische Staaten anzugreifen.

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Das Waffengeschäft boomt also, angesichts der russischen Bedrohung rüsten auch die Bundeswehr und andere NATO-Armeen auf. Allerdings kommt manch staatlicher Auftrag nicht so schnell wie gedacht, was zuletzt für etwas Ernüchterung gesorgt hatte. 

Rheinmetall stellt Artillerie- und Flugabwehr-Geschütze sowie Panzer, Militär-Lastwagen, Munition, Drohnen und seit kurzem auch Schiffe her. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte den militärischen Geschäftszweig der Bremer Lürssen-Werft übernommen. Die Firmenzentrale von Rheinmetall ist in Düsseldorf, das größte Werk im niedersächsischen Unterlüß. In Weeze am Niederrhein fertigt Rheinmetall Bauteile für den Tarnkappenbomber F-35. (dpa/mp)

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