Donald Trump im Oval Office

US-Präsident Donald Trump wurde im Januar vereidigt. Seitdem fragt sich die Welt: Wohin entwickelt sich das Land? Foto: picture alliance / Consolidated News Photos | Aaron Schwartz - Pool via CNP

Rätselhafter Trump-Post: Steht US-Angriff auf Venezuela bevor?

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Seit Wochen verschärft Donald Trump den Ton gegenüber dem südamerikanischen Land – nun will er, dass dort keine Flugzeuge mehr fliegen.

US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass er den Luftraum über Venezuela für geschlossen erklärt. „An alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogendealer und Menschenschmuggler, bitte halten Sie den Luftraum über und um Venezuela für vollständig geschlossen“, schrieb Trump auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social. Es war nicht unmittelbar klar, ob sich aus dem Posting direkte Folgen ergeben. Laut internationalem Recht haben Länder selbst das Recht, unabhängig über ihren Luftraum zu bestimmen, erklärt der internationale Fluglotsenverband IFATCA auf seiner Webseite.

Trump hat den weltgrößten Flugzeugträger geschickt

Die venezolanische Regierung hatte zuvor sechs ausländischen Fluggesellschaften die Betriebserlaubnis in dem südamerikanischen Land entzogen. Zahlreiche internationale Airlines hatten ihre Verbindungen nach Venezuela zuletzt vorübergehend eingestellt, nachdem die US-Luftverkehrsbehörde (FAA) wegen der schlechten Sicherheitslage und erhöhter militärischer Aktivität bei Flügen zum Airport von Caracas zu besonderer Vorsicht aufgerufen hatte.

Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land. Die Vereinigten Staaten hatten zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und den weltgrößten FlugzeugträgerUSS Gerald R. Ford“ aus dem Mittelmeerraum abgezogen und – begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber – in die Region verlegt. Nach Angaben der Regierung in Washington dient der Einsatz dem Kampf gegen Drogenschmuggler.

Kubanischer Minister übt Kritik

Angesichts dieser zunehmenden Spannungen wurde darüber spekuliert, dass ein Angriff auf Ziele in Venezuela bevorstehen könnte. Vermutet wurde, dass die US-Regierung womöglich einen Machtwechsel in Caracas anstreben könnte.

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Kubas Außenminister Bruno Rodríguez warf den USA nun vor dem Hintergrund ihrer erhöhten Militärpräsenz im Luftraum der Karibik „anhaltende elektromagnetische Interferenzen“ in der Region vor. Solche Störungen können die Kommunikations- und Navigationssysteme von Flugzeugen beeinträchtigen. Insbesondere Venezuela sei davon betroffen, schrieb Rodríguez auf der Plattform X. Dies sei Teil der Eskalation der „militärischen Aggression und psychologischen Kriegsführung“ Washingtons gegen Caracas, kritisierte der kubanische Minister. (dpa/mp)

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