Mann steckt eine Powerbank in seinen Rucksack.

Lufthansa begrenzt die Nutzung und Mitnahme von Powerbanks in Flugzeugen. Foto: Till Simon Nagel/dpa-tmn

Powerbanks im Flugzeug: Lufthansa verschärft die Regeln deutlich

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Powerbanks dürfen bei Lufthansa nicht mehr ins Gepäckfach – und auch an Bord nicht mehr genutzt werden. Was jetzt gilt, welche Geräte noch erlaubt sind und wie Passagiere die Kapazität selbst berechnen.

Die Lufthansa verschärft ihre Vorschriften für Powerbanks an Bord. Die mobilen Energiespeicher dürfen während des Flugs weder über das Bordnetz geladen noch zum Laden von Smartphones, Tablets oder anderen Geräten genutzt werden. Die Mitnahme bleibt erlaubt – allerdings nur unter klar definierten Bedingungen.

Neue Regeln für Powerbanks

Powerbanks dürfen künftig ausschließlich im Handgepäck transportiert werden. Im Aufgabegepäck sind sie vollständig verboten. Pro Fluggast sind maximal zwei Powerbanks erlaubt, jede davon mit einer Kapazität von höchstens 100 Wattstunden. Das entspricht etwa 27.000 Milliamperestunden.

Geräte mit einer Kapazität zwischen 100 und maximal 160 Wattstunden müssen vorab von der Airline genehmigt werden. Powerbanks mit noch höherer Kapazität sind vom Transport ausgeschlossen. Neu ist auch die Aufbewahrung an Bord: Powerbanks dürfen nicht mehr in den Gepäckfächern über den Sitzen liegen. Erlaubt sind nur noch drei Optionen – am Körper, in der Sitztasche des Vordersitzes oder im Handgepäck unter dem Vordersitz.

Regeln gelten auch für E-Zigaretten

Die neuen Vorgaben betreffen nicht nur Powerbanks. Auch E-Zigaretten unterliegen denselben Transport- und Aufbewahrungsregeln. Ausnahmen gibt es lediglich für notwendige medizinische Geräte.

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Die Bestimmungen gelten konzernweit für alle Airlines der Lufthansa. Dazu zählen Eurowings, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Discover, Edelweiss und Air Dolomiti. Passagiere werden vorab per Pre-Flight-E-Mail sowie zunächst auch an Bord über die Änderungen informiert.

Warum Lufthansa die Vorschriften verschärft

Als Grund nennt eine Sprecherin überarbeitete Empfehlungen der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA. Diese würden nun umgesetzt. Andere Airlines haben ähnliche Regelungen bereits eingeführt oder planen entsprechende Schritte.

Wie viel Energie eine Powerbank enthält, steht meist auf dem Typenschild auf der Rückseite. Die Angabe erfolgt entweder in Wattstunden (Wh) oder in Milliamperestunden (mAh). Um Milliamperestunden in Wattstunden umzurechnen, wird der mAh-Wert mit der Spannung von 3,7 Volt multipliziert und anschließend durch 1.000 geteilt.
Beispiel:
10.000 mAh × 3,7 Volt = 37.000
37.000 ÷ 1.000 = 37 Wattstunden
Diese Powerbank ist an Bord erlaubt.

Und wie lade ich das Smartphone jetzt im Flugzeug?

Am besten bereits vor dem Abflug. In moderneren Flugzeugen ist das Laden auch über die vorhandenen USB-Anschlüsse möglich. Wer neben dem eigenen Ladekabel zusätzlich ein Kabel mit USB-A-Anschluss einpackt, ist auf der sicheren Seite – diese ältere Variante ist an Bord noch weitverbreitet. (dpa/vd)

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