Roland Weißmann

Roland Weißmann tritt zurück – ihm wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Foto: picture alliance / Thomas Ramstorfer / First Look / picturedesk.com | Thomas Ramstorfer

Nach Vorwurf sexueller Belästigung: ORF-Chef tritt zurück

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ORF-Chef Roland Weißmann tritt mit sofortiger Wirkung zurück – ihm wird sexuelle Belästigung vorgeworfen. Nun wurde ihm eine Frist von wenigen Tagen zum Rücktritt eingeräumt.

Der Intendant des Österreichischen Rundfunks (ORF), Roland Weißmann, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Damit reagiere er auf einen Vorwurf sexueller Belästigung, teilte der ORF mit. Der 57-Jährige weise den Vorwurf zurück, so der Sender weiter. 

Der Stiftungsrat des ORF sei von einer Mitarbeiterin über unangemessenes Verhalten Weißmanns zu Beginn seiner Amtszeit als Intendant informiert worden, teilte Weißmanns Anwalt mit. Das Gremium habe seinem Mandanten daraufhin eine Frist von wenigen Tagen zum Rücktritt eingeräumt, „obwohl mein Mandant die Vorwürfe bestritten hat und eine inhaltliche Überprüfung der Vorwürfe nicht erfolgte“, kritisierte der Anwalt. 

Schaden abwenden

Um Schaden vom Unternehmen abzuwenden, sei Weißmann mit sofortiger Wirkung zurückgetreten, hieß es von seinem Anwalt. Der Stiftungsrat dankte dem 57-Jährigen nach Angaben des Senders daraufhin für seine Verdienste und die 30-jährige Tätigkeit für den ORF.

Der Schritt trifft in den ORF in einer Phase besonderer Anspannung: Der Sender ist im Mai Gastgeber für den Eurovision Song Contest (ESC). Das größte Musikevent der Welt ist regelmäßig auch eine Bühne für den gastgebenden Sender.

Mitte der 1990er Jahre zum ORF gekommen

Weißmann wollte den ORF digitaler, jünger und gesellschaftlich vielfältiger machen. Unter seiner Leitung wurde das Online-Angebot für junge Zielgruppen ausgebaut. Der 57-Jährige wurde 2022 zum ORF-Intendanten gewählt. 

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Weißmann war Mitte der 1990er Jahre zum ORF gekommen und wurde schon bald mit leitenden Redaktionsposten betraut. 2012 wurde er Chefproducer der Fernsehsparte, 2017 auch stellvertretender Finanzchef. (dpa/mp)

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