Schaufenster eines TEDi-Markts mit rundem Werbeplakat für Osterprodukte („Reinstecken und beglücken!“); daneben Screenshot eines Instagram-Posts mit kritischem Kommentar und vielen Reaktionen.

Umstrittenes TEDi-Werbeplakat in einer Filiale: Der Slogan „Reinstecken und beglücken!“ sorgt online für Kritik und eine hitzige Debatte. Foto: Screenshot Instagram / @vegan.wohl.leben

„Reinstecken und beglücken!“: TEDi-Werbung sorgt für Ärger

kommentar icon
arrow down

Die Sensibilität für sexualisierte Sprache ist derzeit hoch. Immer wieder sorgen Werbekampagnen, Aussagen oder Social-Media-Posts für öffentliche Debatten darüber, wo Humor endet und Grenzüberschreitung beginnt. Vor diesem Hintergrund stößt aktuell eine Osterkampagne des Discounters TEDi auf Kritik.

Auslöser ist ein Werbeplakat, das in einer Filiale aushängt und mit dem Slogan „Reinstecken und beglücken!“ verschiedene Oster-Geschenkboxen bewirbt. Eine Instagram-Nutzerin machte das Motiv öffentlich – und reagierte empört. In ihrem Beitrag wirft sie TEDi vor, mit solchen Formulierungen Frauen und Kinder „auf mehr oder weniger subtile Art“ zu sexualisieren. Besonders problematisch sei, dass solche Aussagen als „Witz“ verpackt würden und dadurch bagatellisiert würden.

Kampagne spaltet die Gemüter – die einen sind empört, andere schmunzeln

Unter dem Beitrag entwickelt sich eine lebhafte Debatte. Viele Nutzer teilen die Kritik und reagieren deutlich: „Omg (Kurzform von „Oh my god“ – „Oh, mein Gott“ – die Red.), wie kann so eine Werbung erlaubt sein?!“, schreibt ein Nutzer.

Andere nennen das Motiv schlicht „geschmacklos“. Mehrere Kommentatoren betonen zudem, die Doppeldeutigkeit sei „offensichtlich“ und für ein Umfeld mit Familien- und Kinderbezug „unpassend“.

Gleichzeitig gibt es auch Gegenstimmen. Einige Nutzer können die Aufregung nicht nachvollziehen: „Was ist so schlimm daran?“ oder „Ich fand’s lustig“, heißt es in den Kommentaren.

TEDi weist Vorwürfe zurück: „Humor ist subjektiv“

Auf MOPO-Anfrage äußert sich das Unternehmen zu der Kritik. Die Kampagne setze bewusst auf „humorvolle Wortspiele und aufmerksamkeitsstarke Botschaften“, heißt es von der TEDi-Pressestelle. Ziel sei es, „den Alltag mit einem Augenzwinkern“ zu betrachten und saisonale Produkte in den Mittelpunkt zu stellen.

Weiter erklärt das Unternehmen: „Humor ist subjektiv, das wissen wir. Und manchmal landet er anders, als er gemeint war.“ Die Wortspiele entstammten dem alltäglichen Sprachgebrauch und seien in anderen Kontexten unproblematisch. Man habe zudem „viele positive Nachrichten und Kommentare“ erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren: FDP-Comeback? So reagiert Katja Suding auf Kubickis Angebot

Gleichzeitig räumt TEDi ein, dass die Kritik wahrgenommen wird: Dass die Doppeldeutigkeiten „von Einzelnen als unangemessen empfunden wurden“, sei „in keiner Weise beabsichtigt“ gewesen. Diese Rückmeldungen nehme man ernst. Ob TEDi Konsequenzen aus der Kritik zieht, ließ das Unternehmen zunächst offen.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test