Heinz Winkler mit seiner Ehefrau Daniela Hain
  • Heinz Winkler mit seiner Ehefrau Daniela Hain
  • Foto: imago images/VISTAPRESS

Nach heftigen Spekulationen: Todesrätsel um den Sternekoch gelöst

Ein lebensfroher Sternekoch, der plötzlich stirbt. Womöglich nach einem weinseligen Abend, unter Umständen, die Fragen aufwerfen. Zurück lässt der Küchenmaestro eine entfremdete Ehefrau – und eine blutjunge Geliebte, mit der ein neues Leben anfangen wollte. Und was war da mit dem angeblichen Zoff um viel Geld? Das klingt nach deftigen Zutaten für einen Freitagabendkrimi …

Es geht um den Tod des Spitzenkochs Heinz Winkler. Der mehr als 20 Jahre lang durchgängig mit drei Sternen dekorierte Küchenmeister war vergangenen Freitag völlig unerwartet aus dem Leben geschieden. Einen Tag vorher hatte der 73-Jährige noch am Herd seiner „Residenz Heinz Winkler“ in Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim) gestanden. Ein Ableben, das für Bestürzung, sehr schnell aber auch für Spekulationen sorgte.

Die „Legende der Kochkunst“, wie es auf der Homepage seines Restaurants heißt, soll direkt vor seinem Tod mehrere Flaschen Wein getrunken haben, mit einem Angestellten, der aber an dem Tag eigentlich gar nicht im Dienst war. Der junge Mann rief spätabends nach dem, so „Bild“, „mysteriösen Sturz“ des Küchenmeisters den Notarzt, und hatte „Blut an der Kleidung“. Auch durchaus verwirrend: Er sei ein enger Vertrauter von Winklers Ehefrau Daniela Hain.

Und die hatte mit ihrem Gatten offenbar mehr als nur ein Hühnchen zu rupfen: Nach gerade einmal vier Jahren wollte Winkler die Scheidung von seiner dritten Frau. Das Ehepaar habe sich unmittelbar vor Winklers Tod gestritten, heißt es, um viel Geld soll es gegangen sein: Daniela Hain war wohl mit der von ihm angebotenen Scheidungs-Abfindung nicht einverstanden, forderte mehr.

Sternekoch wollte Deutschland verlassen

Der lebensfrohe Koch soll geplant haben, nicht nur seine Frau, sondern auch sein Luxushotel mit Sternerestaurant zu verlassen. Die „Residenz“ hatte er 1991 für 14 Millionen Mark am Kirchplatz im idyllischen Aschau erworben, sich drei Sterne erkocht und die zwei Jahrzehnte am Stück gehalten.

Doch der „Hotelier des Jahres“ 2006 wollte offenbar ein ganz neues Leben kosten: Mit 73 Jahren wollte er Deutschland verlassen, dorthin, wo die Sonne scheint. Und zwar mit seiner 47 Jahre jüngeren Geliebten. Die 26-Jährige aus Aschau arbeitete seit längerem bei ihm im Restaurant, berichtet „Bild“, die Beziehung der beiden sei offiziell bekannt gewesen.

Toter Sternekoch: Obduktion lieferte eindeutiges Ergebnis

Doch statt des Neuanfangs kam für Winkler, Träger des Bundesverdienstkreuzes, das jähe Ende. Schockierend und rätselhaft. Von „kurzer schwerer Krankheit“, war auf seiner Homepage zu lesen, Zweifel daran gab es viele.

Das könnte Sie auch interessieren: Küchenlegende und Sternekoch Heinz Winkler ist tot

Doch jetzt steht fest: Die Polizei geht von einer medizinischen Ursache aus. Die Obduktion habe „keinen Hinweis auf Fremdverschulden“ ergeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Ein standardmäßig eingeleitetes Todesermittlungsverfahren solle „in Kürze eingestellt“ werden. Gegenüber „Bunte“ sprach eine Polizeisprecherin von einer „inneren medizinischen Ursache“.

Wie es für die Hinterbliebenen und auch die „Residenz“ weitergeht, bleibt abzuwarten.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp