Schwarz-Weiß-Portrait von Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier war im Juli bei einem Bergunglück ums Leben gekommen. Foto: imago/Sven Simon

Susi Dahlmeier hat ihren Frieden gemacht: „Schönster Friedhof, den es für Laura gibt“

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Laura Dahlmeier war mehrfache Biathlon-Olympiasiegerin und liebte das Bergsteigen. Im Juli 2025 kam sie bei einer Tour in Pakistan ums Leben. Ihr Leichnam konnte nicht geborgen werden, doch darin sehen ihre Eltern kein Problem, sondern die perfekte Ruhestätte für ihre Tochter.

Die Eltern der in Pakistan tödlich verunglückten Laura Dahlmeier haben Frieden damit geschlossen, dass der Leichnam ihrer Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist und nicht geborgen werden konnte. „Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie“, sagt Mutter Susi Dahlmeier. 

Mutter: Menschen wollen sich von Laura verabschieden

„Wenn sie geborgen oder gefunden worden wäre, dann hätte ich das auch akzeptiert. Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat“, sagte Susi Dahlmeier weiter. Ähnlich hatte sich früher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geäußert. 


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Für sie sei wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen gebe, die gerade den Kurpark Patenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. „Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste“, sagt sie. 

„Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.“ 

Laura-Dahlmeier-Park: Ihre Mutter suchte Felsen aus

Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie auf 5700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. 

Das Gebirge um den Laila Peak, wo Laura Dahlmeier tödlich verunglückte (Archivbild). picture alliance / robertharding | George Robertson
Das Gebirge um den Laila Peak, wo Laura Dahlmeier tödlich verunglückte
Das Gebirge um den Laila Peak, wo Laura Dahlmeier tödlich verunglückte (Archivbild).

Schon kurz nach dem Unglück richtete die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zusammen mit der Familie in dem Park einen Erinnerungsort ein: Ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel. Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm. 

Beim Bergsteigen wurde Dahlmeier von Steinen verschüttet

Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte Dahlmeiers Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben.

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„Laura ist abgestürzt und ist von vielen Steinen verschüttet worden“, sagte Andreas Dahlmeier, der selbst Einsatzleiter bei der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist. Es sei alles abgesucht worden am Berg. „Laura kann man nicht bergen, sonst hätten wir sie nach Hause geholt.“ (dpa/mp)

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