Eine Jacke mit der Aufschrift „Carabinieri“

Die italienische Polizei hat einen der meistgesuchten Camorra-Chefs festgenommen. (Symbolbild) Foto: picture alliance / johapress | Joachim Hahne

Mutmaßlicher Mafiaboss in Luxusvilla geschnappt

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Eine Ferienanlage an der Amalfiküste, wo die Übernachtung 1000 Euro kostet: Hier geht der italienischen Polizei einer der meistgesuchten Camorra-Chefs ins Netz.

In einem Luxus-Resort an der italienischen Amalfiküste hat die Polizei einen der meistgesuchten mutmaßlichen Mafiabosse verhaftet. Der 48 Jahre alte Roberto Mazzarella wurde nach Angaben der Behörden in der Mittelmeer-Gemeinde Vietri sul Mare festgenommen, wo er sich mit seiner Familie in einer Villa aufhielt. Dem mutmaßlichen Chef des Mazzarella-Clans aus Neapel werden mehrere Auftragsmorde zur Last gelegt. Bei der Festnahme leistete er keinen Widerstand.

Auf der Liste der meistgesuchten Mafiosi des italienischen Innenministeriums stand Mazzarella auf Platz vier. In dem Resort hielt er sich zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern auf. Pro Übernachtung werden dort 1000 Euro fällig. Bei der Festnahme in der Nacht wurden nach Angaben der Polizei 20.000 Euro Bargeld, drei Luxusuhren, mehrere Mobiltelefone sowie gefälschte Ausweispapiere beschlagnahmt.

Auftragsmord als Racheakt in einer Metzgerei 


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Mazzarella wird unter anderem zur Last gelegt, bereits im Dezember 2000 als Racheakt in Auftrag gegeben zu haben, den Bruder eines Mafia-Killers zu ermorden. Der Mann wurde damals in einer Metzgerei in Neapel erschossen.

Mazzarella-Clan sehr einflussreich

Der Mazzarella-Clan gilt als eine der einflussreichsten Familien der Camorra, wie die Mafia in der Region rund um die süditalienische Großstadt heißt. Die Camorra zeichnet sich durch eine dezentrale Struktur aus vielen Clans aus, die seit vielen Jahrzehnten in der organisierten Kriminalität tätig sind.

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Die Amalfiküste mit Orten wie Positano gehört zu Italiens beliebtesten und auch teuersten Urlaubsregionen. Vietri sul Mare mit seinen Steilhängen gilt als eine der schönsten Gemeinden Italiens. Dort gab es viele Jahre lang auch eine deutsche Künstlerkolonie. (dpa/mp)

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