Eine angeklagte Frau sitzt neben ihrer Anwältin.

Die Kinderbuchautorin Kouri Richins (r.) ist für die Ermordung ihres Ehemanns im US-Bundesstaat Utah zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Trent Nelson

Mord an Ehemann: Kinderbuch-Autorin muss lebenslang ins Gefängnis

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Nach dem Tod ihres Mannes schrieb eine dreifache Mutter in den USA ein Kinderbuch über Trauerbewältigung. Das Heikle daran: Er starb durch eine tödliche Dosis Fentanyl – und die Frau geriet unter Verdacht. Nun ist die Frau wegen Mordes verurteilt worden.

Eine dreifache Mutter ist für die Ermordung ihres Ehemanns im US-Bundesstaat Utah zu lebenslanger Haft verurteilt worden – nachdem sie ein Kinderbuch über Trauerbewältigung geschrieben hatte. Der Richter in dem aufsehenerregenden Mordprozess verhängte die Höchststrafe gegen Kouri Richins, wie US-Medien berichteten. Die 36-Jährige war im März schuldig befunden worden, ihrem Mann Eric Richins 2022 heimlich eine tödliche Dosis des synthetischen Opioids Fentanyl in Getränken verabreicht zu haben. Sie hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. 

Kinderbuch über Trauerbewältigung veröffentlicht

Erst 14 Monate nach dem Tod des Mannes wurde seine Frau verhaftet. Die Immobilienmaklerin, Mutter von drei Söhnen, hatte zwischenzeitlich ein Kinderbuch veröffentlicht, das vom Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen handelt. In dem Buch „Are You With Me?“ trauert ein Junge seinem gestorbenen Vater nach, der nun wie ein Schutzengel über ihn wacht. Zum Zeitpunkt des Todes von Eric Richins waren die drei Söhne 9, 7 und 5 Jahre alt.


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Hohe Schulden und Affäre Motiv für Mord

Vor der Verkündung der lebenslänglichen Strafe wandte sich die Mutter in einer Ansprache an ihre Kinder, die laut CNN selbst nicht im Gerichtssaal zugegen waren. Es sei eine „absolute Lüge“, dass sie ihren Mann getötet habe, sagte Kouri Richins. „Seid wie euer Vater“, appellierte sie unter Tränen an ihre Kinder. Auch Erklärungen der Söhne wurden verlesen. Alle drei brachten demnach zum Ausdruck, dass sie eine lebenslange Haftstrafe wünschten, weil sie sich nicht sicher fühlen würden, wenn ihre Mutter auf freiem Fuß wäre. 

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In dem schlagzeilenträchtigen Mordprozess hatte die Anklage als ein Motiv für den Mord hohe Schulden der Maklerin und eine Beziehung mit einem anderen Mann angeführt. Der Ehemann verfügte über ein Anwesen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar und eine Lebensversicherung. 

Richins war in weiteren Anklagepunkten schuldig gesprochen worden, darunter Versicherungsbetrug und versuchter Mord. Sie soll schon einmal versucht haben, ihren Mann durch ein mit Fentanyl versetztes Sandwich zu töten. (dpa/mp)

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