Mit dem Rauchen aufhören – so sparen Sie bis zu 550.000 Euro

Ein Mann raucht
Rauchen ist ein teures Laster: Wer den täglichen Zigarettenbetrag anlegt, kann langfristig ein Vermögen aufbauen. (Symbolbild)

Wer täglich raucht, verbrennt im Laufe der Jahre ein kleines Vermögen. Wer das Geld stattdessen anlegt, kann über die Jahre einen Depotwert von mehr als einer halben Million Euro ansparen – so funktioniert’s.

Rund jeder fünfte (19,1 Prozent) Mensch in Deutschland ab 15 Jahren hat im vergangenen Jahr (2025) zumindest gelegentlich geraucht. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts zum Weltnichtrauchertag (31. Mai). Was viele unterschätzen: Rauchen belastet nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Portemonnaie. Wer sein Geld über viele Jahre sinnvoll investiert, kann es laut einer Rechnung des Vergleichsportals Verivox schaffen, mehr als eine halbe Million Euro Vermögen anzuhäufen.

Nach 30 Jahren Rauchen: Kosten liegen bei 186.125 Euro

Verivox rechnet mit einer Person, die jeden Tag eine Schachtel mit 20 Zigaretten raucht. Bei aktuell 9,40 Euro pro Packung und einer durchschnittlichen Preissteigerung von 3,8 Prozent pro Jahr – was der durchschnittlichen Preissteigerung der vergangenen 20 Jahre entspricht – summieren sich die Kosten innerhalb von zehn Jahren auf 40.813 Euro. Nach 20 Jahren lägen die Kosten bereits bei 100.075 Euro und nach 30 Jahren bei 186.125 Euro.

Wer aufhört zu rauchen und die gesparten rund 286 Euro im Monat stattdessen in einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf den weltweiten Aktienindex MSCI World steckt, könnte nach 30 Jahren auf rund 549.000 Euro Depotwert kommen, so Verivox. Gerechnet wurde mit einer historischen Durchschnittsrendite abzüglich üblicher Kosten von 7,5 Prozent pro Jahr. Die Dividenden des ETF werden stets reinvestiert. Die monatlichen Sparbeiträge hat Verivox entsprechend der durchschnittlichen Preissteigerung der Zigaretten ebenfalls erhöht.

Rauchausstieg: Garantiert ist der Wertzuwachs nicht

Dabei gilt: Je länger ein solches Sparvorhaben – zum Beispiel via automatisiertem Sparplan – läuft, desto größer sind die Auswirkungen durch den Zinseszinseffekt. Schon nach zehn Jahren hätte ein ehemaliger Raucher dann ETF-Anteile im Wert von rund 58.800 Euro im Depot, wovon er nur 69 Prozent selbst investiert hätte – der Rest ist Wertzuwachs. Nach 30 Jahren hätte sich das Verhältnis umgekehrt. Jetzt entfielen nur noch rund 34 Prozent des Depotwerts von 549.416 Euro auf die eigenen Einzahlungen und gut 363.000 Euro auf die Kursentwicklung und die reinvestierten Dividenden.

Was Sparerinnen und Sparer aber wissen müssen: Bei einem Verkauf stünde ihnen nicht das gesamte Depotvermögen zur Verfügung. Auf Kursgewinne fallen Abgeltungsteuer und Soli in Höhe von insgesamt 26,375 Prozent – plus gegebenenfalls Kirchensteuer – an. Nach Verkauf aller Anteile verblieben dann noch immer gut 482.000 Euro.

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Aber Achtung: Die Modellrechnung unterliegt gewissen Annahmen. Die Daten sind nicht garantiert. Aktienmärkte unterliegen gewissen Schwankungen, weshalb sie mitunter auch erheblich einbrechen können. Der Blick in die Geschichtsbücher aber zeigt: Wer 16 Jahre oder länger mit einem Sparplan regelmäßig in den Weltaktienindex MSCI World investiert hat, hat noch nie Minus gemacht. (dpa/mp)