Meta verliert US-Prozess um Sicherheit junger Nutzer

Richter Bryan Biedscheid verkündet das Schlussplädoyer nach dem Schuldspruch der Jury im Verfahren gegen Meta. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Unternehmen gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat. Der Fall ist Teil einer breiteren juristischen Auseinandersetzung über den Schutz junger Nutzer auf großen Social-Media-Plattformen. Foto: picture alliance/dpa/Pool Santa Fe New Mexican | Nathan Burton

Meta verliert Prozess: 375 Millionen Dollar Strafe wegen mangelnden Nutzerschutzes

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Gegen den Facebook-Konzern Meta ist eine Geldstrafe von 375 Millionen Dollar verhängt worden, weil das Unternehmen nach Überzeugung einer US-Jury wider besseres Wissen nicht genug für den Schutz junger Nutzer getan hat.

Meta habe damit gegen zwei Gesetze zum Verbraucherschutz des Bundesstaates New Mexico verstoßen, entschieden die Geschworenen eines Gerichts in Santa Fe dem Finanzdienst Bloomberg zufolge. Meta kündigte Berufung gegen das Urteil an. Man sei nicht einverstanden mit der Entscheidung und arbeite hart daran, die Nutzer zu schützen, erklärte ein Unternehmenssprecher.

Serie von Klagen gegen Meta

Das Urteil in New Mexico ist das erste zu einer Serie von Klagen gegen Meta und andere Online-Plattformen. In Los Angeles beraten die Geschworenen gerade in einem Prozess, in dem eine junge Frau Meta und der Google-Tochter YouTube vorwirft, deren Dienste seien bewusst so gestaltet worden, dass sie Nutzer süchtig machten.

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Die Klage in New Mexico wiederum war 2023 vom Generalstaatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez, eingebracht worden. Der Vorwurf: Der Konzern habe Profite über die Sicherheit der Nutzer gestellt und jungen Nutzern sowie deren Eltern Risiken verschwiegen. Die Klage ging zum Teil auf Ermittlungen zurück, bei denen Torrez‘ Angestellte sich auf Facebook und Metas Foto- und Videoplattform Instagram als Kinder ausgaben und dabei Belästigungen ausgesetzt waren. (dpa/mp)

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