Ein Mann in den Einstellungen der App Signal

Das BSI empfiehlt als Präventivmaßnahme, die Mobilfunknummer für andere zu verbergen – auch das geht in den Signal-Einstellungen. Foto: Nico Tapia/dpa-tmn

Messenger-Betrug: Davor warnt sogar der Verfassungsschutz

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Betrüger haben längst auch Messenger als Einfallstor für ihre Angriffe entdeckt. Vor welchen Chat-Anfragen Sie auf der Hut sein sollten und vor welchen Nutzergruppen sogar der Verfassungsschutz warnt.

Phishing ist eine Bedrohung, die nicht nur per E-Mail kommt, sondern auch Messengerdienste betrifft. Per Chat versuchen Angreifer dort ebenfalls, sensible Informationen abzugreifen oder gleich das Nutzerkonto zu übernehmen. Gerne, indem sie sich als Support-Mitarbeitende ausgeben, ein Social-Engineering-Trick, mit dem sich Betrüger etwa seit Jahren auch auf Rechner mit Microsoft-Betriebssystem einschleichen.

Der Messengerdienst Signal weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass offizielle Support-Mitarbeitende sich niemals zuerst an eine Nutzerin oder einen Nutzer wenden, sondern nur antworten, wenn sie kontaktiert worden sind – und auch das nur per E-Mail über eine @signal.org-Adresse, nicht aber per Chat.

Signal-Support meldet sich nie zuerst – und fordert keine PINs

„Wenn dich jemand innerhalb von Signal kontaktiert und behauptet, ein Chat-Bot, Security- oder Signal-Mitarbeitender zu sein, ist das ein Betrugsversuch“, heißt es. Die richtige Reaktion darauf sei:

  1. Nicht antworten, keine Infos weitergeben (schon gar keinen Signal-Verifizierungscode, keine Signal-PIN und keinen Backup-Wiederherstellungsschlüssel – selbst dann nicht, wenn jemand behauptet, für Signal zu arbeiten)
  2. Das Konto der Betrüger melden und blockieren (bei einer Unterhaltungsanfrage auf „Melden/Melden und blockieren“ gehen, bei einem bestehenden Chat oben auf den Kontaktnamen klicken und dann ganz unten auf „Blockieren“ gehen)

Kontakt zu Signal nur über zwei Wege – keiner davon ist ein Chat

Die Signal-Stiftung weist zudem darauf hin, dass es nur zwei offizielle Kommunikationswege zur Kontaktaufnahme gibt:

  1. In der App über „Einstellungen/Hilfe/Kontaktiere uns“
  2. Auf der Signal-Webseite über das Anfrage-Formular

Zuletzt haben Phishing-Angriffe über Messenger wie Signal zugenommen – sogar derart, dass das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und das Bundesamt für Verfassungsschutz gemeinsam öffentlich gewarnt und einen Leitfaden mit Schutztipps veröffentlicht haben.

„Hochrangige Ziele“ im Fokus – doch es kann jeden treffen

Im Fokus der Angriffe stehen demnach hierzulande zwar aktuell „hochrangige Ziele aus Politik, Militär und Diplomatie sowie Investigativjournalistinnen und -journalisten“. Treffen kann es aber im Prinzip jeden.

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Deshalb lohnt es sich, den Leitfaden präventiv zu lesen und die Handlungsempfehlungen zu befolgen, wenn man Opfer eines Angriffs geworden ist und etwa einen SMS-Verifizierungscode oder die Signal-PIN weitergegeben hat.

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