Mann erschießt seinen Nachbarn auf offener Straße: Einsatzkräfte der Polizei am Tatort in Lünen im Landkreis Unna.

Mann erschießt seinen Nachbarn auf offener Straße: Einsatzkräfte der Polizei am Tatort in Lünen im Landkreis Unna. Foto: Justin Brosch/dpa

Mann erschießt seinen Nachbarn – Polizeiwagen verunglückt im Einsatz

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Ein tödlicher Nachbarschaftsstreit erschüttert Lünen: Am späten Montagabend hat ein 34-jähriger Mann eigenen Angaben zufolge seinen Nachbarn auf offener Straße erschossen. Es ist die zweite schwere Gewalttat in der Kleinstadt im Landkreis Unna innerhalb von rund 48 Stunden.

Der aktuelle Fall ereignete sich gegen 23 Uhr auf der Gahmener Straße. Ersten Erkenntnissen zufolge eröffnete der 34-jährige Lüner das Feuer auf einen 35-Jährigen mit einer scharfen Schusswaffe. Anschließend rief der 34-Jährige die Polizei und gab an, er habe soeben seinen Nachbarn erschossen.

Das Opfer erlitt mehrere Schussverletzungen und wurde vor Ort von Polizeikräften erstversorgt. Ein Rettungswagen brachte den Mann in ein örtliches Krankenhaus, wo er später seinen schweren Verletzungen erlag.

Mann erschießt Nachbarn: Ermittlungen wegen Mordes

Der mutmaßliche Schütze wurde noch am Tatort festgenommen. Die Polizei stellte die Tatwaffe sicher. Die Staatsanwaltschaft Dortmund und die Polizei Dortmund ermitteln nun wegen Mordes gegen den 34-Jährigen.

In der Nähe des Tatortes kam es im Zusammenhang mit dem Einsatz zu einem schweren Unfall, wie „Bild“ berichtet. Ein Streifenwagen stieß mit einem Auto zusammen. Der Pkw überschlug sich demnach und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Er und die drei Beamten im Polizeifahrzeug kamen ins Krankenhaus.

Die Ermittler bitten Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können oder Videoaufnahmen gemacht haben, sich bei der Polizeiwache in Lünen unter der Telefonnummer 0231/132-3121 zu melden.

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Erst am Sonntagmorgen hatte die Polizei einen 40-Jährigen in einem Hotel im nahegelegenen Unna festgenommen. Er hatte ein Mädchen aus Lünen in seiner Gewalt. Am Samstag soll er dessen Familie mit einer Schusswaffe bedroht und zu erpressen versucht haben. Die Ermittler werfen dem Verdächtigen erpresserischen Menschenraub sowie schweren sexuellen Kindesmissbrauch vor. (dpa/tst)

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