Mamma mia! Nächste Urlaubs-Insel ändert Regeln für Touristen
Traumurlaub für Touristen, Belastung für Einwohner: Zehntausende Besucher zieht es jeden Sommer auf die italienische Insel Capri. In der kommenden Saison plant die Gemeinde jedoch, etwas gegen den Massentourismus zu unternehmen. Schon für Touristengruppen von mehr als 20 Personen sollen Einschränkungen gelten.
Die süditalienische Mittelmeerinsel Capri will in der kommenden Sommersaison nur noch Touristengruppen von maximal 40 Menschen an Land gehen lassen. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete, beschloss der Gemeinderat von Capri entsprechende Regeln.
Doch auch für kleinere Gruppen gibt es Einschränkungen: Demnach müssen Reiseleiter mit Gruppen von mehr als 20 Personen künftig über drahtlose Headsets mit ihren Mitreisenden sprechen und dürfen dies nicht mehr über Lautsprecher tun. Auch für die Erkennungszeichen von Reiseleitern gibt es künftig Vorschriften: Statt etwa eines Regenschirms, dürfen Reiseleiter künftig nur noch ein unauffälliges Schild mit sich führen.
Einschränkungen sind „unverzichtbar“
Der Leiter des örtlichen Handelsverbands Ascom Confcommercio Capri, Lorenzo Coppola, begrüßte die nun vom Gemeinderat beschlossenen Einschränkungen. Diese seien ein „unverzichtbares Mittel zur Entlastung“ in belebten Bereichen und würden den Fußgängerwegen auf der Insel „wieder den ihnen zustehenden Platz zurückgeben“.
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Das im Golf von Neapel gelegene Capri ist berühmt für seine Villen mit weißen Außenwänden, seine durch Buchten zerklüftete Felsenküste und die Luxushotels insbesondere im Hauptort der Insel. Auf Capri leben rund 13.000 Menschen, im Sommer landen dort zudem täglich zusätzlich zehntausende Tagesgäste. Schätzungen gehen von bis zu 50.000 Besuchern aus. (afp/mp)
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