Altes Foto: Junger Mann steht an einem Golf I

Stolz auf den ersten Golf Foto: IMAGO/Filippo Carlot

Legenden auf vier Rädern: Die Autos der Boomer

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In den 70ern kamen die ersten Boomer ins Führerscheinalter – in einer Zeit, in der das eigene Auto längst kein Luxus mehr war. Heute sind jene Kultmodelle, die damals auf den Markt kamen und alltäglicher Anblick waren, allesamt Oldtimer. Ein Überblick.

Der Renault R5

Wolfgang Kraus (FC Bayern München) 1980 mit seinem Renault 5 IMAGO/Fred Joch
Mann steht an einem weißen Renault, altes Foto
Wolfgang Kraus (FC Bayern München) 1980 mit seinem Renault 5

Kein Auto zum Angeben – aber ein klassischer Wagen für Fahranfänger: Renault bringt 1972 den R5 heraus. Mehr als neun Millionen Stück wurden gebaut, einen davon fuhr der FC-Bayern-Fußballer Wolfgang Kraus. Ja, es gab eine Zeit, in der Profikicker Kleinwagen fuhren.

Der solide Passat

1973: Hurra, der VW Passat ist da! imago/ZUMA/Keystone
1973: Hurra, der VW Passat ist da!

1973: Mit dem ersten Passat gelingt Volkswagen ein betriebswirtschaftlicher Coup: Er war in weiten Teilen baugleich mit dem im Vorjahr vorgestellten Audi 80, der später sogar zum Auto des Jahres gewählt wurde – mehr Synergie geht kaum. Den Passat gab’s allerdings auch als Kombi, was den Grundstein für seine Erfolgsstory legte.

Der Namensgeber für die „Generation Golf“

Stolz auf den ersten Golf IMAGO/Filippo Carlot
Altes Foto: Junger Mann steht an einem Golf I
Stolz auf den ersten Golf

1974: Lange vor der „Generation Golf“ gab es den Golf. Der Kompaktwagen war die Rettung für den damals kriselnden Volkswagen-Konzern, setzte sich schnell an die Spitze der Verkaufscharts und blieb dort sehr lange – ist aber trotz 35 Millionen verkaufter Exemplare nicht, wie viele glauben, das meistgebaute Automodell aller Zeiten. Das ist der Toyota Corolla.

Der letzte Karmann Ghia

Karmann Ghia IMAGO/Sebastian Geisler
Grüner Sportwagen
Karmann Ghia

Es scheint nur passend, dass im selben Jahr, in dem der kantige Golf herauskam, die 60er-Jahre auch im Autodesign endgültig enden: Der letzte in Deutschland gebaute Karmann Ghia rollt vom Band. Sein Nachfolger wird der ebenfalls bei Karmann gebaute, aber eben etwas langweiligere VW Scirocco.

Der „Bauern Benz“

Mercedes Benz, Baureihe W123 imago/Manfred Segerer
Grüner Mercedes
Mercedes Benz, Baureihe W123

1975 stellt Mercedes seine neue Baureihe 123 vor, die den berühmten „/8“ ablöste und auch als „Bauern-Benz“ bekannt werden sollte: Die Diesel-Variante war nicht zuletzt bei Landwirten beliebt. Insgesamt verkaufte Mercedes 2,7 Millionen 123er – keine andere Baureihe der Stuttgarter war so erfolgreich.

Manta, Manta!

Manta, Manta! Hier ein weißer GSI B2 Imago/Wirestock
Weißer Opel Manta
Manta, Manta! Hier ein weißer GSI B2

Ebenfalls 1975 bringt Opel den Inbegriff der „Proletenkarre“ heraus: den Manta B. Der Zweitürer mit dem unverdient zweifelhaften Ruf wurde insbesondere in Tuningkreisen beliebt, schaffte es zum Filmstar und sorgte für eine legendäre Saalwette bei „Wetten, dass..?“, als es gelang, zehn Manta-Fahrer namens Manni samt Friseurin-Freundin ins Studio zu bekommen.

Der 3er BMW

Gebaut ab 1975: die 3er Reihe von BMW, hier Modell E21. imago/Manfred Segerer
Prospekt mit einem Foto von einem roten BMW
Gebaut ab 1975: die 3er Reihe von BMW, hier Modell E21.

BMW legt im selben Jahr den Grundstein für seine erfolgreichste Modellreihe: Der erste 3er, werksintern eigentlich E21, kommt auf den Markt. Und sieht nicht nur in diesem Prospekt von 1975 weit moderner und schnittiger aus als sein Vorgänger, die 02-Serie.

Der erste Fiesta

Franz Beckenbauer (FC Bayern München) 1977 mit seinem Ford Fiesta imago/WEREK
Mann steht an einem Kleinwagen, Schwarzweiß
Franz Beckenbauer (FC Bayern München) 1977 mit seinem Ford Fiesta

1976 rollt in Saarlouis der erste Ford Fiesta vom Band. Der Kleinwagen sollte ein paar Monate später prominente Starthilfe bekommen: Ford gewann niemand geringeren als „Kaiser“ Franz Beckenbauer als „Testfahrer“. Der Fiesta in all seinen Varianten wurde bis 2023 gebaut.

Der Käfer läuft und läuft

1978: Der letzte in Europa produzierte VW-Käfer rollt in Emden vom Band picture alliance / --/dpa
Menschen beugen sich zu einem geschmückten VW Käfer
1978: Der letzte in Europa produzierte VW-Käfer rollt in Emden vom Band

Keine historische Autogalerie kommt ohne den VW Käfer aus. 1978 läuft in Emden der letzte in Deutschland gefertigte „Kugelporsche“ vom Band; bis zum endgültigen Produktionsstopp in Mexiko 2003 wurden mehr als 21 Millionen Exemplare gebaut.

Der schnörkellose Panda

Der Fiat Panda 45 (Foto aus dem Jahr 1983) IMAGO/Dreamstime
Schwarzer Kleinwagen
Der Fiat Panda 45 (Foto aus dem Jahr 1983)

1980 erobert der Fiat Panda die Straßen. Der würfelförmige Kleinstwagen verzichtete auf jedwede Schnörkel, er war ein rollendes Anti-Statussymbol – und wohl auch deswegen beliebt. Nach mehr als vier Millionen verkauften Exemplaren war in den 90ern aber Schluss für den als „tolle Kiste“ beworbenen ersten Panda: Er konnte neue Abgasnormen nicht mehr erfüllen.

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Das hässliche Entlein

Citroën 2CV, die „Ente“, in der schwarz-roten Charleston-Lackierung IMAGO/imagebroker
Schwarz-rot lackierte Ente von Citroen
Citroën 2CV, die „Ente“, in der schwarz-roten Charleston-Lackierung

1981 war die „Ente“ zwar schon sehr lange auf dem Markt, nämlich bereits seit 1949. Aber die 80er-Jahre läutete Citroën mit der wohl ikonischsten Form seines 2CV ein: der schwarz-bordeauxroten „Charleston“-Lackierung. Und schon haben wir auch diesen Klassiker elegant in diese Galerie geschmuggelt.

Der Corsa

Opel Corsa (1985) IMAGO/Funke Foto Services
Mann in einem Auto, Schwarzweiß
Opel Corsa (1985)

1982 bringt Opel seinen ersten Kleinwagen heraus: den Corsa, der auch heute – mittlerweile in der sechsten Generation – der Verkaufsschlager der Rüsselsheimer ist.

Der „Baby-Benz“

Horst Wohlers Arminia Bielefeld lehnt 1983 an seinem Mercedes 190 IMAGO / teutopress
Junger Mann lehnt an schwarzem Mercedes
Horst Wohlers Arminia Bielefeld lehnt 1983 an seinem Mercedes 190

1983 will Mercedes in der normalen Mittelklasse Fuß fassen und bringt den 190er heraus – den „Baby-Benz“. Der modern designte Wagen, hier präsentiert vom Arminia-Bielefeld-Fußballprofi Horst Wohlers, hatte wegen seines vergleichsweise hohen Preises Startschwierigkeiten, wurde mit 1,9 Millionen verkauften Exemplaren aber dennoch zum Erfolg. (Dieser Text erschien zuerst auf shz.de)

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