Bundespolizisten im Einsatz

Ein Beamter der Bundespolizei neben einem ICE. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Lebensgefährlicher Stunt: Trittbrettfahrer löst ICE-Notbremsung aus

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Nach einer Zigarettenpause verpasst ein Mann den Einstieg in seinen ICE – und riskiert für das Gepäck sein Leben. Eine aufmerksame Mitarbeiterin der Bahn greift ein.

Eine lebensgefährliche Fahrt auf dem Trittbrett eines ICE von Osnabrück nach Nordrhein-Westfalen ist für einen Mann glimpflich ausgegangen. Der 46-Jährige aus München war am Sonntag mit dem Zug in Richtung Amsterdam unterwegs, wie die Bundespolizei mitteilte. Am Hauptbahnhof in Osnabrück sei er für eine Zigarettenpause ausgestiegen und habe zu spät gemerkt, dass sich die Türen bereits wieder geschlossen hatten.

Im Gespräch mit den Einsatzkräften der Bundespolizei habe er später angegeben, dass er aus Sorge um sein Gepäck in Panik geraten und deshalb auf das Trittbrett zwischen zwei Waggons gestiegen sei. Eine Mitarbeiterin der Bahn, die am Bahnsteig stand, bemerkte demnach den Notfall und meldete ihn. Kurz hinter der Landesgrenze, bei Ibbenbüren im Kreis Steinfurt, leitete der Lokführer eine Schnellbremsung ein. Die Fahrt ging für den Passagier glimpflich aus: Der 46-Jährige habe sich „leicht geschockt, aber körperlich unversehrt” an einer Eisenstange festgeklammert.

Bundespolizei: Bei vergessenem Gepäck immer Personal informieren

Die Bundespolizei warnt ausdrücklich vor solchen Ideen. In dem Streckenabschnitt sei eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Kilometern pro Stunde erlaubt. Wer bei hoher Geschwindigkeit von einem Zug stürze, habe nur geringe Überlebenschancen. Um vergessenes Gepäck zu sichern, sollten Reisende sich immer an das Bahnpersonal wenden. 

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Gegen den 46-Jährigen wird wegen gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr ermittelt. Bei zwölf Zügen sei es am Sonntag wegen des Vorfalls zu Verspätungen gekommen. (dpa/mp)

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