Vermummte Demonstranten attackieren einen am Boden liegenden Polizisten.

Auf einem Video ist zu sehen, wie ein am Boden liegender Polizist von vermummten Demonstranten attackiert wird. Dabei ist auch ein Hammer im Einsatz. Foto: picture alliance / ipa-agency | Agenzia Fotogramma

Krawalle in Italien: Demonstranten gehen mit Hammer auf Polizisten los

kommentar icon
arrow down

Tausende protestierten am Samstag in Turin gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums. Zunächst verlief die Demonstration friedlich – dann kam es zu schweren Ausschreitungen. Polizisten wurden brutal attackiert und Müllcontainer in Brand gesteckt. Es gab viele Verletzte.

Bei Protesten gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums in der norditalienischen Großstadt Turin ist es zu schweren Krawallen gekommen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und teils vermummten Demonstranten wurden nach Angaben der Behörden mindestens 31 Polizisten verletzt. Zehn Menschen wurden demnach festgenommen. Zur Zahl der verletzten Demonstranten gab es zunächst keine Angaben.

Demonstration verlief zunächst friedlich

Die Proteste richteten sich gegen die Räumung des Kulturzentrums Askatasuna kurz vor Weihnachten, das in Turin über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt der linken Szene war. Nach Schätzungen beteiligten sich am Samstag etwa 15.000 Menschen an einer Demonstration durch die Innenstadt. Dabei waren auch zahlreiche Palästinenserfahnen zu sehen. Anfangs verlief alles friedlich. Dann kam es zu den Krawallen.


Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Diagnose Krebs: Hamburgerin wirft UKE Behandlungsfehler vor
  • Straftaten: Hamburg wird sicherer – aber nicht für Frauen
  • Hamburgs Super-Recognizer: Der Mann, der sich Tausende Gesichter merken kann
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
  • 16 Seiten Sport: HSV-Liebling Otto Stange (19) über seine Rückkehr
  • 28 Seiten Plan 7: Im Kino wird’s jetzt richtig heiß! Und: Ausgeh-Tipps für jeden Tag

Polizisten mit Steinen beworfen

Aus der Menge flogen Steine, Molotowcocktails und andere Gegenstände in Richtung der Polizei. Mehrere Müllcontainer standen in Brand. Auch ein Einsatzwagen brannte. Die Ordnungskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ein Demonstrant wurde mit Kopfverletzungen weggebracht. Auf einem Video ist zu sehen, wie ein am Boden liegender Polizist von Vermummten mit Fußtritten traktiert und geschlagen wird. Dabei ist auch ein Hammer im Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren: Tod am U-Bahnhof Wandsbek Markt: „Ich habe einen lauten Knall gehört“

Aus der Politik wurden die Krawalle verurteilt. Die rechte Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von einem „Angriff auf den Staat“. Aus der linken Szene kommen immer wieder Vorwürfe, dass die Behörden hart gegen linke Einrichtungen vorgehen, gegen die Besetzung von Häusern durch Rechte aber nichts unternehmen. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test