News
Kokain-Schwemme: Zahl der jungen Konsumenten fast vervierfacht
Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren illegale Drogen. Den Drogenbeauftragten der Bundesregierung alarmiert besonders der gestiegene Kokainkonsum.
Am 26. Juni ist Weltdrogentag. Eine Umfrage unter jungen Menschen bringt keine guten Nachrichten. Den Bundesdrogenbeauftragten besorgt vor allem der gestiegene Konsum von einer bestimmten Droge.
Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren illegale Drogen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in Köln veröffentlicht hat – anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni.
Von 1,2 auf 4,1 Prozent: Kokain-Konsum hat sich fast vervierfacht
Als besonders alarmierend bezeichnete der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, den Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen. Hatten 2015 noch 1,2 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Kokain genommen, waren es zehn Jahre später 4,1 Prozent.
„Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung“, betonte Streeck. Kokain mache schnell abhängig und könne schwere gesundheitliche Schäden verursachen.
Gestiegener Drogenkonsum: Doppelt so hoher Anteil bei Männern
Generell betont Streeck: „Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen.“ „Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind.“
Demnach gaben 18,7 Prozent der 18- bis 25-Jährigen an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge gemacht zu haben. 2023 waren es noch 13,5 Prozent. Bei den Männern lag der Anteil mit knapp 24 Prozent fast doppelt so hoch wie bei den Frauen. Auch bei den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren stieg der Anteil der Konsumenten, und zwar von 1,5 Prozent im Jahr 2003 auf nun 2,5 Prozent.
Das könnte Sie auch interessieren:
Für die „Drogenaffinitätsstudie 2025“ hat das BIÖG von April bis Juli 2025 insgesamt 7001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt. Zuerst hatte das Magazin „Politico“ berichtet. (dpa/mp)
Sie sind bereits M+ Abonnement?