Frau im Fitnessstudio (Symbolbild).

Frau im Fitnessstudio (Symbolbild). Foto: picture alliance / imageBROKER | Aleksei Isachenko

Jetzt werden sogar die Fitnessstudios teurer

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Wer ins Fitnessstudio gehen und ins Schwitzen kommen will, muss häufig tiefer in die Tasche greifen. Wie aus einer Studie des Branchenverbandes DSSV und des Beratungsunternehmens Deloitte hervorgeht, stieg der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 48,55 Euro pro Monat.

Der Studienautor hat eine Erklärung dafür: „Seit drei Jahren geht es mit den Durchschnittspreisen nach oben, die Kosten für das Personal und die Energie sind nun mal gestiegen“, sagt Stefan Ludwig von Deloitte. Er rechnet mit einem weiteren Preisanstieg bei Neuverträgen, bei Bestandskunden hielten sich Betreiber aber wohl eher zurück.

Fitnessstudios: Höchstwert bei Mitgliedern

Trotz der steigenden Preise ist die Branche im Aufwind: Deutschlands Fitnessstudios haben so viele Mitglieder wie nie zuvor. Zum Jahreswechsel waren es der Studie zufolge 12,36 Millionen und damit 5,6 Prozent mehr als 2024. Das waren rund drei Millionen mehr als im Jahr 2021, als die Corona-Pandemie zu zahlreichen Kündigungen geführt hatte. Eine Statistik zu den „Karteileichen“ unter den Studiomitgliedern gibt es nicht.

„Die Perspektiven für die Studiobetreiber sind glänzend, das Wachstum wird weitergehen“, sagt Deloitte-Fachmann Ludwig. „Die Menschen achten mehr auf ihre Gesundheit als früher, denn sie wollen auch im Alter noch fit sein.“ Der demografische Faktor – also die Alterung der Gesellschaft – sei ein starker Wachstumstreiber für die Branche. Seit Corona habe das Gesundheitsbewusstsein der Menschen zugenommen.

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In Deutschland gab es nach Angaben des DSSV zum Jahreswechsel 9647 Studios und andere Anlagen, das waren 5,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 17,1 Prozent der Menschen ab 15 Jahren sind Mitglied in einem Fitnessstudio. Deloitte-Fachmann Ludwig sieht noch Luft nach oben. „In Skandinavien liegt der Mitgliedsanteil schon bei mehr als 20 Prozent, zu solchen Werten dürfte sich Deutschland in den kommenden Jahren entwickeln.“ (dpa/mp)

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