Dieses Foto zeigt den verheerenden Brand des Hochhauses im Jahr 2017.

Dieses Foto zeigt den verheerenden Brand des Hochhauses im Jahr 2017. Foto: picture alliance / Guilhem Baker/London News Pictures via ZUMA/dpa | Guilhem Baker

„Jeder stirbt am Ende“: Reform-Politiker entsetzt mit Äußerung zu Hochhausbrand

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Mit seinen Worten zum verheerenden Grenfell-Feuer in London vor fast neun Jahren sorgt ein Politiker der rechtspopulistischen Reform-Partei für Empörung – und ist deshalb nun seinen Job los.

Die Äußerungen eines Politikers der rechtspopulistischen Partei Reform UK zur Brandkatastrophe im Londoner Grenfell-Tower haben in Großbritannien für Aufruhr gesorgt. Parteichef Nigel Farage entließ den für den Bereich Wohnen zuständigen Sprecher, Simon Dudley, bereits. 

Simon Dudley: Das sorgte für Empörung

In einem Interview mit dem Fachmagazin „Inside Housing” bezeichnete Dudley den Brand mit Dutzenden Toten zwar als „Tragödie” und „Versagen”. Er ergänzte dann aber: „Leider stirbt ja bekanntlich jeder am Ende.”

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„Er ist kein Sprecher der Partei mehr”, sagte Farage der Nachrichtenagentur PA zufolge bei einer Pressekonferenz. Dudley habe sich auf eine „ziemlich verletzende und beleidigende Weise” verhalten. 

London: 72 Menschen starben bei dem Brand

Bei der Katastrophe am 14. Juni 2017 verloren 72 Menschen ihr Leben, der Tower im Westen Londons brannte völlig aus. Der britische Premierminister Keir Starmer und auch Vertreter der Opposition kritisierten Dudley bereits vor seiner Entlassung scharf und forderten dabei seinen Rückzug. Die Äußerungen seien „beschämend”, schrieb Starmer in einem X-Beitrag.

Bei einer jahrelang andauernden Untersuchung zu der Brandkatastrophe war schweres Behördenversagen vor allem auch beim Brandschutz festgestellt worden. Die Äußerungen des Reform-Politikers seien „nicht nur unsensibel, sondern zutiefst entmenschlichend”, teilte die Organisation Grenfell United, die Hinterbliebene und Überlebende vertritt, in einem X-Beitrag mit. „Unsere Angehörigen sind nicht einfach ‚gestorben‘. Man hat sie im Stich gelassen.” (dpa/mp)

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