Eine junge Frau liegt mit ihrem Handy auf der Couch und blickt auf das Display.

Freizügige Bilder sind schnell verschickt – doch nach einer Trennung kann genau das zum Risiko werden (Symbolbild). Foto: Elisa Schu/dpa/dpa-tmn

Intime Aufnahmen geteilt? Welche Rechte Sie jetzt haben

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Freizügige Bilder geteilt und jetzt Angst, dass die intimen Fotos in fremden Händen landen? Welche Ansprüche Sie gegenüber dem Ex-Partner wirklich durchsetzen können.

Wer intime Bilder oder Videos von sich etwa mit seiner Partnerin oder seinem Partner erstellt oder teilt, vertraut in der Regel darauf, dass diese Inhalte privat bleiben. Doch das Risiko bleibt: Einmal versendet, gibt man die Kontrolle darüber automatisch ein Stück weit aus der Hand. 

Die Sorge, dass solche Aufnahmen ohne Einwilligung weitergereicht oder gar im Internet veröffentlicht werden, ist nicht ganz unbegründet. Was also passiert mit den Inhalten zum Beispiel im Trennungsfall? Welche Zugriffsmöglichkeiten haben Protagonisten auch später noch auf die einmal aus der Hand gegebenen Inhalten?

Intime Fotos: Für manche Aufnahmen besteht Löschungsanspruch

„Das Teilen ist kein Freibrief“, sagt Rechtsanwalt Prof. Niko Härting, Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins. Wer also solche Aufnahmen mit jemand anderem teilt, erteilt auch lediglich dieser Person die Einwilligung, diese zu sehen. 

Eine Weiterverbreitung oder Veröffentlichung im Netz ist davon nicht erfasst. „Gegen eine solche Weiterleitung oder Veröffentlichung kann man dann rechtlich vorgehen“, sagt Rechtsanwalt Philipp Gabrys.

Urlaubsfotos dürfen bleiben

Kommt es zum Beispiel zur Trennung, ist es oft besonders unangenehm, wenn intime Aufnahmen bei dem oder der Ex verbleiben. In einem solchen Fall können Betroffene Prof. Niko Härting zufolge daher die einst gegebene Einwilligung widerrufen und auf die Löschung der Inhalte beim Gegenüber bestehen. 

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„Juristisch ist das ein Widerruf der Einwilligung aus wichtigem Grund“, so Härting. Für gewöhnliche Pärchenfotos oder Urlaubsbilder gebe es ein solches Widerrufsrecht übrigens nicht. Auf die Löschung solcher Inhalte können Ex-Partner darum nicht bestehen. (dpa/mp)

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