Eine Gedenkstätte für Renée Good, die durch ICE-Einsatzkräfte erschossen worden war.

Eine Gedenkstätte für Renée Good, die durch ICE-Einsatzkräfte erschossen worden war. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

ICE-Einsatzkräfte erschossen Renée Good: Jetzt sprechen ihre Brüder

kommentar icon
arrow down

Zwei Brüder der bei einem Einsatz der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis getöteten Renée Good haben sichtlich mitgenommen von ihrem Leid berichtet. Die „völlig surrealen Szenen“, die sich auf den Straßen von Minneapolis abspielten, seien bar jeder Beschreibung, sagte Luke Ganger am Dienstag (Ortszeit) vor Abgeordneten im US-Kongress. „Diese Begegnungen mit Bundesbeamten verändern die Gemeinschaft und verändern viele Leben, einschließlich unserem, für immer.“

Die Brüder sprachen in einem Forum des US-Kongresses, das sich mit dem Einsatz von Gewalt durch Bundesbeamte befasste. Der „New York Times“ zufolge, die den Videomitschnitt veröffentlichte, waren nur Demokraten anwesend. Indirekt appellierte Luke Ganger an die Politiker, etwas gegen die Gewalt auf den Straßen im Zuge der rigorosen Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump zu unternehmen.

Große Empörung nach Tötungen durch ICE-Einsatzkräfte

„Wir hatten uns in den vergangenen zwei Wochen etwas damit getröstet, dass Renées Tod vielleicht einen Wandel in unserem Land bewirken könnte“, sagte er. „Aber das ist nicht der Fall.“

Das könnte Sie auch interessieren: Kommt jetzt die Abschuss-Prämie für Hamburgs Waschbären?

Die 37-Jährige und der ebenfalls US-amerikanische Staatsbürger Alex Pretti waren im Zuge von ICE-Einsätzen in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota im Januar getötet worden. Dies löste eine große Empörungswelle im ganzen Land aus. Schon zuvor hatte das Vorgehen der ICE-Einsatzkräfte, das Teil der Abschiebepolitik unter Präsident Donald Trump ist, auf der Suche nach Migranten ohne Papiere für große Kritik gesorgt. (dpa)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test