Eine Frau hat ihr Smartphone in der Hand.

Handy-Blackout: Minusgrade können dem Smartphone zusetzen. Foto: IMAGO / Hanno Bode

Handy-Blackout bei Minusgraden? Diese Tipps helfen sofort

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Minusgrade können dem Smartphone gefährlich werden. Warum Akkus bei Kälte streiken – und mit welchen einfachen Tricks Sie Ihr Handy sicher durch den Winter bringen.

Bei Eis, Schnee und frostigen Temperaturen geraten nicht nur Menschen ins Rutschen, auch Smartphones kommen schnell an ihre Grenzen. Der Akkustand kann bei großer Kälte plötzlich stark sinken oder das Gerät schaltet sich ganz ab. Der Grund dafür liegt im Akku selbst: Je kälter er ist, desto weniger Energie kann er speichern, erklärt der IT-Branchenverband Bitkom.

Smartphone bei Kälte schützen: Warum der Akku plötzlich streikt

Um den Akku draußen möglichst leistungsfähig zu halten, rät der Verband dazu, das Smartphone nah am Körper zu tragen – etwa in der Jackeninnentasche. Beim Telefonieren sind Kopfhörer sinnvoll, damit das Gerät nicht dauerhaft der Kälte ausgesetzt ist. Wichtig ist außerdem, starke Temperaturschwankungen zu vermeiden. Ein typischer Fehler ist es, das Smartphone im Auto liegen zu lassen. Wird ein eiskaltes Gerät anschließend direkt in warme Räume gebracht, kann sich im Innern Kondenswasser bilden, was der Technik schadet. Besser ist es, das Telefon auszuschalten und es drinnen langsam aufzuwärmen – etwa eine knappe Stunde lang in der Tasche.

Auch der Akkustand spielt bei Kälte eine Rolle. Bitkom empfiehlt, ihn möglichst über 50 Prozent zu halten, um das Risiko plötzlicher Ausfälle zu verringern. Gleichzeitig sollte man im Winter besonders vorsichtig mit dem Gerät umgehen. Kaltes Displayglas ist spröder und kann bei Stößen, Stürzen oder starkem Druck schneller springen. Zusätzlichen Schutz bieten wärmeisolierende Hüllen, etwa aus Neopren, die zugleich vor Nässe schützen.

Wenn Display und Touchscreen bei Kälte langsamer reagieren

Große Kälte kann zudem die Bedienung des Smartphones beeinträchtigen. Touchscreens reagieren dann träger, Flüssigkristalle in Displays arbeiten langsamer. In der Regel normalisieren sich Berührungsempfindlichkeit und Farbdarstellung jedoch wieder, sobald das Gerät wärmer wird.

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Wie verbreitet die Probleme sind, zeigt eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research. Demnach haben 68 Prozent der Smartphonenutzenden in Deutschland bereits Schwierigkeiten mit ihrem Gerät bei kaltem Wetter erlebt. Besonderen Schutz im Winter gönnt dem Smartphone jedoch nur gut jede und jeder Zweite (51 Prozent). Ebenso viele ärgern sich darüber, dass sich Touchdisplays nicht mit allen Handschuhen bedienen lassen, sondern nur mit Modellen mit leitfähigen Textilien oder Beschichtungen an den Fingern. 46 Prozent geben an, ihr Smartphone draußen in der kalten Jahreszeit insgesamt weniger zu nutzen. Befragt wurden 1002 Menschen ab 16 Jahren. (dpa/vd)

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