Gehören Sie zur Generation der Xennials?
Sie sind die Generation zwischen Kassettenrekorder und Smartphone, wuchsen mit Walkman, Super Nintendo und Straßenfußball auf – um später mitten in der digitalen Revolution zu landen. Die sogenannten Xennials stehen zwischen zwei Welten. Gemeint sind meist die Jahrgänge 1977 bis 1983. Für viele ist das die vielleicht ungewöhnlichste Altersgruppe überhaupt: zu jung für die klassische Generation X, zu alt für echte Millennials.
Der Begriff „Xennials“ setzt sich aus Gen X und Millennials zusammen, wie die Frankfurter Rundschau (FR) berichtet. Er beschreibt Menschen, die noch eine komplett analoge Kindheit erleben, digitale Technik aber als Erwachsene mit voller Wucht kennenlernen. Genau das prägt diese kleine Zwischengeneration bis heute.
Xennials: Den digitalen Umbruch bewusst erlebt
Generationenexperte Rüdiger Maas sagte gegenüber der FR, Xennials hätten zunächst analog gelebt – ohne Smartphones, ohne Social Media, oft sogar noch ohne Internet im Alltag. Erst später kommen Handy, Apps und digitale Netzwerke dazu. Anders als jüngere Millennials wachsen sie also nicht selbstverständlich damit auf, sondern erleben den Umbruch bewusst.
Das zeigt sich vor allem beim Umgang mit Technik. Viele Xennials sehen Digitalisierung nicht zuerst als Spielerei, sondern als praktische Erleichterung. Neue Technik gilt für sie oft als nützlich, effizient und alltagstauglich. Laut Maas sind viele aus dieser Altersgruppe besonders offen für digitale Entwicklungen, obwohl sie noch aus einer Zeit stammen, in der vieles nicht mit einem Klick erledigt wird.

Näher an Gen X als an Gen Y und Z
Auch im Job ticken viele Xennials anders als Jüngere. Feste Strukturen, klare Hierarchien und eine klassische Vollzeitstelle wirken auf viele aus dieser Altersgruppe normal. In der Arbeitswelt stehen sie damit oft näher an der Generation X als an Gen Y oder Gen Z.
Zu Hause sieht es oft anders aus. Als Eltern wollen viele Xennials ihren Kindern mehr Aufmerksamkeit schenken, mehr Möglichkeiten bieten und vieles bewusster gestalten als die Elterngeneration vor ihnen. Hobbys, Förderung, Reisen, gemeinsame Zeit – all das bekommt häufig einen hohen Stellenwert.
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Ob es die Xennials als echte eigene Generation überhaupt gibt, ist allerdings umstritten. Maas hält Begriffe wie Xennials oder Zillennials tatsächlich eher für Konstrukte aus Populärwissenschaft und Marketing. Wissenschaftlich eindeutig belegt sei diese Zwischengeneration nicht.
Trotzdem erkennen sich viele in dem Begriff sofort wieder. Kein Wunder. Wer zwischen Kassettenrekorder und Smartphone groß wird, fühlt sich oft weder ganz hier noch ganz dort zugehörig. Genau das macht die Xennials so besonders.
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