Polizisten inspizieren ein beschädigtes Gebäude nach einem Erdbeben in Manado, Sulawesi, Indonesien.

Polizisten inspizieren ein beschädigtes Gebäude nach einem Erdbeben in Manado, Sulawesi, Indonesien. Foto: Tonny Rarung/AP/dpa

Starkes Erdbeben: Menschen geraten in Panik – Frau von Trümmern erschlagen

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Eine 70-Jährige stirbt, Gebäude werden beschädigt, Menschen geraten in Panik: Ein starkes Seebeben erschüttert Indonesien. Auch eine Tsunami-Warnung wird ausgelöst – und später wieder zurückgenommen.

Ein schweres Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Sulawesi hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Eine 70 Jahre alte Frau kam ums Leben: Herabstürzende Trümmer hatten sie getroffen. Das berichteten Medien unter Berufung auf das örtliche Rettungsteam in Manado im Norden der Insel.

Ein weiterer Mensch erlitt Verletzungen: Er brach sich beim Sprung aus einem Gebäude das Bein.

Erdbeben Sulawesi: Stärke 7,4 und Schäden in Manado

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte (USGS) erreichte das Beben eine Stärke von 7,4. Es ereignete sich in rund 35 Kilometern Tiefe. Das Epizentrum lag zwischen dem Norden Sulawesis und den östlich gelegenen Nord-Molukken.


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Mehrere Gebäude nahmen Schaden, darunter auch ein Sportkomplex in Manado. Zudem musste ein Krankenhaus evakuiert werden, wie unter anderem die BBC berichtete.

Indonesien: Tsunami-Warnung zunächst ausgelöst

Nach dem Beben lösten die Behörden eine Tsunami-Warnung für die Inseln rund um die Molukkensee aus. Diese wurde jedoch wenig später wieder aufgehoben.

Das US-Tsunamiwarnsystem hatte zuvor gewarnt, dass im Umkreis von bis zu 1000 Kilometern Flutwellen möglich seien. Für Teile der indonesischen Küste wurden Wellen von 30 Zentimetern bis zu einem Meter über dem normalen Pegel erwartet.

Erdbeben Sulawesi: Abweichende Messungen zur Stärke

Auch Küsten auf den Philippinen und in Malaysia könnten betroffen sein, hieß es. Insgesamt stuften Experten die Gefahr jedoch als gering ein.

Die indonesischen Behörden hatten die Stärke zunächst mit 7,6 angegeben. Solche Abweichungen sind nicht ungewöhnlich: Erste Messungen zu Stärke und Tiefe eines Bebens werden häufig später korrigiert.

Region liegt auf dem Pazifischen Feuerring

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer besonders aktiven geologischen Zone. Dort treffen mehrere tektonische Platten aufeinander, zudem gibt es zahlreiche Vulkane. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind deshalb häufig. Immer wieder kommt es zu schweren Naturkatastrophen.

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Besonders in Erinnerung ist das Seebeben vom 26. Dezember 2004 geblieben. Damals hatte ein Beben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra eine gewaltige Flutwelle ausgelöst. Rund 230.000 Menschen in zahlreichen Ländern starben. (dpa/mp)

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