Razzia (Symbolbild).

Beamte der Polizei bei einer Razzia (Symbolbild). Foto: dpa | Nico Pointner

Razzia bei mutmaßlichen Neonazis in zwölf Bundesländern

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Groß-Razzia bei jungen Neonazis: Die Polizei durchsucht Objekte mutmaßlicher Rechtsextremisten in zwölf Bundesländern. Wie die Jugendgruppen ihre Aktionen planen und warum sie jetzt ins Visier geraten.

In zwölf Bundesländern laufen Durchsuchungen bei mutmaßlichen Rechtsextremisten – ausgenommen sind Baden-Württemberg, Thüringen, Hamburg und Bremen. 36 Personen werde die Bildung oder Mitgliedschaft in den kriminellen Vereinigungen „Jung und Stark“ sowie „Deutsche Jugend voran“ vorgeworfen, sagte eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe.

Alle Beschuldigten sollen deutsche Staatsbürger sein, heißt es. Einer der Beschuldigten sei wegen einer anderen Angelegenheit bereits zuvor in Untersuchungshaft gekommen. 

Immer mehr Gewalttaten: Razzia bei Neonazis

Seit 2024 häufen sich die Gewalttaten von teils sehr jungen Neonazis, etwa bei Angriffen auf Paraden zum Christopher-Street-Day, der den Rechten von lesbischen, schwulen und anderen queeren Menschen gewidmet ist.



Das Bundeskriminalamt (BKA) erklärte Mitte 2025: „Die Polizeibehörden aus Bund und Ländern beobachten seit etwa Mitte vergangenen Jahres, dass in der rechten Szene neue Jugendgruppen in Erscheinung getreten sind, die sich zunächst im virtuellen Raum gegründet haben.“ Diese träten inzwischen vermehrt durch Veranstaltungen, Störaktionen und Straftaten in Erscheinung.

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Die größte dieser Gruppen war damals nach Angaben aus Sicherheitskreisen „Jung und Stark“ mit einer Anhängerzahl im mittleren dreistelligen Bereich. Auch die Gruppe „Deutsche Jugend voran“ ist im Visier der Ermittler.

Schätzungsweise mehr als hundert Menschen fühlen sich demnach dieser Gruppe zugehörig. Weitere relevante Vereinigungen seien „Der Störtrupp“ sowie die Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“. Mutmaßliche Angehörige der „Letzten Verteidigungswelle“ stehen aktuell in Hamburg wegen mehrerer Gewalttaten vor Gericht. (dpa)

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