Ein Mädchen sitzt auf einem Koffer und lässt sich durch einen Terminal des Frankfurter Flughafens ziehen.

Trotz geopolitischer Krisen beobachtet der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter Dertour weiterhin eine große Reiselust. (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa/Arne Dedert

Trotz Krieg: Reiseveranstalter sehr zufrieden – „Wunsch nach Urlaub sehr stark“

kommentar icon
arrow down

Die Reiselust ist ungebrochen. Daran ändern auch Krisen oder Kriege, wie der im Nahen Osten wenig, heißt es vom Reiseveranstalter Dertour. Gleichzeitig wachse der Wunsch vieler Kunden nach Beratung zur Situation an den Urlaubszielen.

Trotz geopolitischer Krisen und Kriege beobachtet der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter Dertour weiterhin eine große Reiselust. „Die jüngste Zuspitzung in Nahost zeigt: Wir leben in einer zunehmend volatilen Welt. Doch trotz geopolitischer Krisen, Klimarisiken und wachsender Digitalisierung bleibt der Wunsch nach Urlaub sehr stark“, sagte Dertour-Chef Christoph Debus der Deutschen Presse-Agentur. Man sei mit der Buchungsentwicklung aktuell sehr zufrieden.

Gleichzeitig beobachte das Unternehmen einen steigenden Beratungsbedarf der Kunden – und das nicht erst seit der jüngsten Eskalation im Nahen Osten. „Kunden informieren sich stärker zur Situation vor Ort“, sagte Debus. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheit nehme die Nachfrage nach Unterstützung durch Reiseveranstalter deutlich zu. 

Reisende sitzen an Flughäfen und auf Schiffen fest

Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion. In der Folge sitzen dort viele Reisende fest – vor allem an Flughäfen und auf Kreuzfahrtschiffen. TUI Cruises gab bekannt, dass „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ betroffen sind.

„Mein Schiff 4“ von TUI Cruises. Aktuell hängt es im Kriegsgebiet fest. (Archivbild) picture alliance / Photononstop | Philippe Turpin
„Mein Schiff 4“ von TUI Cruises fährt bei gutem Wetter über das Meer.
„Mein Schiff 4“ von TUI Cruises. Aktuell hängt es im Kriegsgebiet fest. (Archivbild)

Man beobachte die Situation mit großer Sorge und unterstütze betroffene Gäste, teilte Dertour mit. Das Unternehmen stehe im engen Kontakt mit Behörden im In- und Ausland und reagiere mit Umbuchungen, kostenfreien Stornierungen oder alternativen Rückreisemöglichkeiten. Alle Reisen in Nahostgebiete mit Reisewarnung sagte Dertour in Deutschland bis einschließlich Donnerstag ab.

Das könnte Sie auch interessieren: Angriff auf Dubai: Eingeschlafen in der Glamour-City, aufgewacht im Kriegsgebiet

Die Lage im Nahen Osten dürfte auch eines der Themen auf der heute beginnenden Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin sein, der weltgrößten Reisefachmesse. (dpa/mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test