Karl Lauterbach Corona XBB.1.5.
Karl Lauterbach Corona XBB.1.5.
  • Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).
  • Foto: picture alliance/dpa | Carsten Koall

Darum sorgt sich Lauterbach wegen neuer Omikron-Variante XBB.1.5

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist wieder im Warn-Modus und äußert nun ernsthafte Sorgen in Sachen Corona. Grund: die Omikron-Variante XBB.1.5., die sich in den USA gerade rasend schnell ausbreitet und laut WHO die bislang ansteckendste Mutation ist. Kommt XBB.1.5. auch bald bei uns an?

Mit Sorge blicke er in Richtung USA, so Lauterbach gestern. Die neue Omikron-Subvariante mit dem Namen XBB.1.5 breitet sich im Nordosten des Landes immer weiter aus, immer mehr Infizierte müssen im Krankenhaus behandelt werden. „Wir überwachen, ob und wie stark XBB.1.5. in Deutschland auftritt“, schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. „Hoffentlich kommen wir durch den Winter, bevor eine solche Variante sich auch bei uns ausbreiten kann.“

Und auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet die Ausbreitung der im Oktober entdeckten Variante, bei der es sich um die „ansteckendste Subvariante, die bislang entdeckt wurde“ handelt, wie Maria Van Kerkhove, Leiterin des WHO-Programms zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, erklärt. Bisher gebe es aber keine Anzeichen dafür, dass XBB.1.5 schwerere Erkrankungen auslöst als andere Virusvarianten.

Corona-Variante XBB.1.5: Karl Lauterbach ist besorgt

Die Zunahme von XBB.1.5-Fällen mache aber deutlich, wie wichtig es sei, „Covid-19 weiterhin weltweit zu überwachen“. Eine genauere Bewertung soll eine Risikoanalyse zeigen, die die WHO in Kürze veröffentlichen will. Aber warum besorgt die Experten gerade diese Variante so? So wie es derzeit aussieht, ist es vor allem die extrem leichte Übertragbarkeit, die für das mulmige Gefühl sorgt. Denn schwerere Verläufe oder gar mehr Todesfälle sind derzeit in Verbindung mit XBB.1.5. nicht bekannt.

„Wir beobachten XBB.1.5 seit Mitte November, und ihre Häufigkeit hat sich ungefähr jede Woche verdoppelt“, erklärte Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel. So geht in den USA ein beträchtlicher Teil der neuen Corona-Infektionen auf XBB.1.5 zurück. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schätzt, dass die Variante in der Woche vor dem Jahreswechsel hinter rund 40,5 Prozent aller Neuansteckungen steckte. Laut WHO ist XBB.1.5 mittlerweile in 26 Ländern nachgewiesen. In Deutschland wurde die Variante im RKI-Bericht vom 22. Dezember erstmals gennant, dazu hieß es: „Sie wurde in mehr als einem Prozent der sequenzierten Proben nachgewiesen.“

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Mit XBB.1.5. handelt es sich um eine Rekombinante, also eine genetische Mischung aus verschiedenen Varianten – und nicht um eine Mutation einer Virus-Linie. So ist XBB.1.5.verwandt mit dem Omikron-Subtyp BA.2 und eine Rekombination von zwei Omikron-Untervarianten. Heißt: Die Rekombinante setzt sich nicht nur rasend schnell gegen andere Varianten durch – sondern die Impfung schützt höchstwahrscheinlich noch schlechter vor Ansteckung. (alp)

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