Totgeprügelt: Deutscher stirbt auf Mallorca nach einem Jahr im Koma
Über ein Jahr lag ein deutscher Auswanderer nach einem schweren Angriff auf Mallorca im Koma – nun ist er tot. Die Hintergründe der Tat sorgen auf der Insel weiter für Rätsel und Aufsehen.
Ein deutscher Auswanderer, der nach einer Prügelattacke durch Minderjährige auf Mallorca mehr als ein Jahr lang im Koma lag, ist tot. Der Mann sei am Samstag in einem Krankenhaus der spanischen Urlaubsinsel verstorben, berichtete die „Mallorca Zeitung“ unter Berufung auf den Lebensgefährten des Opfers. Die Anwältin des Deutschen aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigte auf Anfrage diese Information.
Die „Mallorca Zeitung“ zitierte den Lebensgefährten des Verstorbenen: „Seine Eltern haben entschieden, ihn von den lebenserhaltenden Maßnahmen zu trennen und ihm Morphin zu geben.“ Auf einer Spendenwebsite, die ein früherer Arbeitskollege betreibt, hieß es: „Heute hat Ronald seinen Kampf verloren.“
Hintergründe der Tat nicht vollständig geklärt
Der Auswanderer, der auf der Insel als Projektleiter für ein Callcenter arbeitete, war am 30. November 2024 nach einer Weihnachtsfeier in Palma zu Fuß auf dem Heimweg zu seiner Wohnung, als er attackiert wurde. Den Ermittlern zufolge schlugen und traten die Angreifer auf den damals 58-Jährigen ein, auch als er reglos am Boden lag.
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Die Hintergründe der Tat sind bislang nicht vollständig geklärt. Nach bisherigen Ermittlungen wollten die Jugendlichen wahrscheinlich zwei Mädchen imponieren, die den Angriff beobachteten und inzwischen unter Zeugenschutz stehen. Etwa einen Monat nach der Tat nahm die Polizei die beiden Verdächtigen fest – einer war zuvor auf das spanische Festland geflohen. Seitdem sitzen beide in verschiedenen Jugendhaftanstalten. Der Prozess soll im Februar beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Mord vor. (dpa/mp)
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