Schwarze Computertaste mit Aufschrift Black Friday und Geschenke (Fotomontage)

Rabatt-Fallen, Fake-Shops und teure Retouren: So schützen sich Hamburgerinnen und Hamburger beim Online-Shopping. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Vorsicht, Fake Shops! So erkennen Sie Betrüger am Black Friday

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All die Jahre wieder: Der Black Friday-Wahnsinn. Viele Menschen warten monatelang auf diesen Tag – denn die Preise sind unschlagbar. Doch ist man erst einmal im Spar-Rausch angekommen, kann es schwer sein, die wirklich wahren Schnäppchen von den dreisten Fallen der Online-Betrüger zu unterscheiden.

Schnäppchenjäger aufgepasst: Online-Angebote an Rabatt-Tagen wie dem Black Friday Ende November können Verbraucher laut Landeskriminalamt Niedersachsen in die Falle von Online-Betrügern und Fake-Shops führen. Nicht nur seriöse Unternehmen seien am Black Friday beteiligt, auch Kriminelle witterten ihre Chance, warnt die Behörde. Dabei könnten persönliche Daten wie Name, Adresse, E-Mail und Zahlungsdaten in die Hände der Täter gelangen und für spätere Betrügereien weiterverkauft und missbraucht werden.



Fake-Shops wirken echt

Fake-Shops sind nach Angaben des Landeskriminalamts Onlineshops, die mit ganz besonders günstigen Angeboten werben – etwa Schmuck, Kleidung, Haushaltsgeräte oder andere hochwertige Elektronik von namhaften Marken. Die Artikelbeschreibung werde vom Original kopiert. Zu finden seien auch Produkte, die keine Angebote sind, damit der Shop noch echter wirke.

Die Kunden dieser Fake-Shops erhielten entweder gar keine Ware, Markenfälschungen oder minderwertige Ware, ihr Geld bekämen sie nicht zurück. Der Rücksendeprozess ist teils nicht möglich oder langwierig, es könne zu enormen Kosten für Retouren ins Ausland kommen. 

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Nicht unter Druck setzen lassen

Das Landeskriminalamt rief Verbraucher dazu auf, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Angebote mit einem ablaufenden Timer, geringer Stückzahl oder kurzfristiger Lieferzeit sollten zu einem schnellen Kauf verleiten. Auch würden Websites missbräuchlich übernommen und mit vermeintlichen Super-Schnäppchen geworben. 

Deuten Webseitenadressen oder der Name auf einen Shop aus Deutschland hin, solle die Seite genau geprüft werden, riet das LKA. Bei seriösen Händlern finde sich im Impressum die Handelsregisternummer und Umsatzsteuer-ID, diese sollten geprüft werden. Auch könnten Verbraucher den Onlinehändler googeln und Bewertungen von Kunden prüfen. Kartendienste könnten zeigen, ob ein solcher Shop existiere. Eine weitere Möglichkeit zum Überprüfen biete sich unter https://www.fakeshopfinder.de/

Mail-Absender genau prüfen

Darüber hinaus seien noch immer falsche Rechtschreibung und Grammatik Hinweise auf einen möglichen Fake-Shop. Allerdings vereinfache künstliche Intelligenz es, nahezu professionelle Shops zu erstellen. Auffällig sei zudem, wenn Ware nur gegen Vorkasse oder Kreditkarte zu erwerben sei. Bei Mails von namhaften Onlineshops solle der Absender genau geprüft werden – oft werde eine ähnlich klingende Absenderadresse verwendet, bei der nur ein Buchstabe verändert wurde. (dpa/mp)

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