Betrieb am BER zusammengebrochen: Experte sieht „null Spielraum“
Der Hauptstadtflughafen BER hat den Flugbetrieb wegen Eisregens eingestellt. Schnee sei für Flughäfen Routine – bei heftiger Eisglätte aber sei kein sicherer Betrieb möglich, sagt ein Experte.
Eisregen ist für Flughäfen nach Ansicht des Luftfahrtexperten Cord Schellenberg ein hohes Sicherheitsrisiko. „Für Piloten sind eisglatte Pisten absolute Ausschlusskriterien. Da ist null Spielraum“, sagte er. „Da geht nichts und da rollt auch nichts.“
Am Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld wurde am frühen Freitagmorgen der Betrieb wegen Eisglätte eingestellt. Bereits am Donnerstagabend hatte das Wetter den Flughafen lahmgelegt.
Experte: Flughafen bei Glätte insgesamt nicht mehr nutzbar
Wenn die Sicherheit bei Start und Landung nicht gewährleistet sei, müsse der Verkehr eingestellt werden, sagte Schellenberg. Das gelte auch für den Boden: „Denn wenn Flugzeuge nicht mehr rollen können, können auch die Betriebsfahrzeuge wie Busse, Technik- oder Rettungswagen nicht mehr auf dem Vorfeld fahren“. Der Flughafen sei dann insgesamt nicht mehr nutzbar.

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„Das Unkontrollierbare von Glatteis gilt für alle, die sich auf dem Flughafen bewegen.“ Es gehe immer um den Schutz der Reisenden und der auf dem Flughafenvorfeld tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sagte der Hamburger Luftfahrtexperte.
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Bei Eisregen friere die Feuchtigkeit am Boden und auf den Flugzeugen derart schnell, dass ein sicherer Betrieb nicht möglich sei. Schnee lasse sich dagegen besser bearbeiten und mit Räumfahrzeugen wegschieben. Anschließend würden dann die Flughafenflächen und die Flugzeuge enteist, so dass der Verkehr auf dem Vorfeld und den Pisten wieder zügig aufgenommen werden könne. „Das ist eher winterliche Routine, während Eisregen die winterliche Herausforderung schlechthin ist.“ (dpa)
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