Beliebt bei Touristen: Deutsches Wahrzeichen nimmt jetzt Eintritt
Rund sechs Millionen Besucher zählt der Kölner Dom jährlich – diese müssen sich nun künftig auf Eintrittskosten einstellen. Die Kosten für die Instandhaltung der berühmten Kirche können anders nicht mehr gedeckt werden.
Mit dem Eintrittsgeld sollen die gestiegenen Kosten für Pflege, Schutz und den laufenden Betrieb des Doms gedeckt werden, wie das Domkapitel am Donnerstag auf einer Pressekonferenz mitteilte. Die Gebühr soll ab der zweiten Jahreshälfte erhoben werden und gilt für den großen Innenraum des Doms.
Kölner Dom verlangt ab diesem Jahr Eintritt
Für Gottesdienstbesucher und Betende sowie Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins bleibt der Dom demnach kostenfrei. Ebenso gratis soll der Zugang zu Opferlichtern und zum stillen Gebet in bestimmten Bereichen bleiben. Touristen machen Dompropst Guido Assmann zufolge jedoch etwa 99 Prozent der Dom-Besucher aus. Wie hoch die sogenannte „Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher“ sein wird und wie Kontrollen ablaufen, wollte das Domkapitel noch nicht mitteilen.

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Eine Klausurtagung Anfang der Woche habe sich mit der Entwicklung der Wirtschaftslage des Doms befasst und ergeben, dass die gestiegenen Kosten ohne den Eintritt nicht mehr zu stemmen seien. In den kommenden Wochen soll eine Planungsphase weitere Details klären.
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Zuvor war der große Innenraum des Doms stets kostenlos, Eintritt wurde aber bereits für die Schatzkammer oder auch den Aufstieg zur Aussichtsplattform verlangt. Nun teilte das Domkapitel mit, dass seit 2019 sechs Jahre in Folge Minus gemacht wurde. Über viele Jahre hätte man das noch mit Rücklagen auffangen können. „Wir sind in die Situation gekommen, dass die Reserven des Kölner Doms auf absehbare Zeit aufgebraucht sind“, erklärte Domrendant Clemens van de Ven. (dpa/mp)
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