Ausgerechnet Mallorca: Deutsche wollen Zugang zu beliebtem Strand sperren
Eine deutsche Familie sorgt im Urlauberparadies Mallorca für Aufsehen: Die Eigentümer eines Stücks Land nahe der beliebten Traumbucht Caló des Moro wollen den Zugang für Touristen sperren lassen. Die kleine Bucht im Südosten der Insel gilt seit Jahren als Instagram-Hotspot – und zieht vor allem in der Hochsaison tausende Besucher an, die oft stundenlang dicht gedrängt auf den perfekten Foto-Moment warten.
Nach Angaben von lokalen Medien leben Maren und Hans-Peter Oehm ganzjährig in der Gemeinde Santanyi und fühlen sich für den Schutz der Natur und die Sauberkeit am Strand verantwortlich. Um zur Bucht zu gelangen, müssen Besucher über ihr privates Grundstück laufen – und genau diesen Weg wollen sie nun mit einem Zaun blockieren.
Mallorca: Einheimische von Besucherandrang genervt
Die Familie habe die Behörden wiederholt um Hilfe gebeten, sei aber ohne Unterstützung geblieben. Der Antrag auf Zugangssperre sei rechtlich ausgearbeitet und liege inzwischen bei den Behörden. „Diario de Mallorca“ berichtete zuerst.
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Einige Einheimische sind mit der Lage ebenfalls unzufrieden: Die Bucht ist so beliebt, dass an Spitzentagen bis zu 5000 Menschen dort auf Fotojagd sind und dafür bis zu zwei Stunden anstehen – ein Zustrom, der Nachbarn und Besucher gleichermaßen überfordert. Kritiker sehen in dem Vorstoß einen Ausdruck der wachsenden Spannungen zwischen Tourismusdruck und dem Wunsch nach mehr Ruhe und Schutz für sensible Naturplätze.
Caló des Moro ist auch wegen seiner Felskulisse und des türkisblauen Wassers beliebt bei Selfie-Jägern. (rei)
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