Auch in Deutschland: Jugendbetreuer soll 89 Jungen missbraucht haben
Ein 79-jähriger Jugendbetreuer steht in Frankreich im Verdacht, über mehrere Jahrzehnte 89 Jungen missbraucht zu haben. Die Ermittlungen reichen bis nach Deutschland und die Schweiz.
Als Jugendbetreuer soll der Mann während Einsätzen in zahlreichen Ländern, darunter auch in Deutschland und der Schweiz, Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahren missbraucht haben, wie die Staatsanwaltschaft in der südostfranzösischen Großstadt Grenoble mitteilte.
Missbrauchsverdacht gegen Jugendbetreuer
Der zuletzt in Marokko wohnende Mann sei bereits 2024 während eines Familienbesuchs in Frankreich festgenommen worden, nachdem ein Neffe bei ihm auf einen USB-Stick mit Aufzeichnungen und Fotos zu den missbrauchten Jugendlichen gestoßen sei. Da die Fahnder nicht alle dort aufgeführten Opfer identifizieren konnten, wurden Betroffene aufgerufen, sich bei den Behörden zu melden. Zu den Taten soll es zwischen 1967 und 2022 gekommen sein.
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Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, wird außerdem wegen Mordverdachts gegen den Mann ermittelt. Er habe eingeräumt, seine Mutter 1974 im Endstadium einer Krebserkrankung mit einem Kissen erstickt zu haben. 1992 soll er auf die gleiche Weise seine über 90-jährige Tante getötet haben. (dpa/mp)
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